Do., 23.03.2017 , 12:25 Uhr

Landkreis Regensburg: Verdächtiges Ansprechen von Kindern?

Am Mittwoch, 22.03.2017, gegen 15.00 Uhr, wurden zwei Mädchen im Alter von neun und zehn Jahren, die in der Seidenbuschstraße mit ihren Tretrollern unterwegs waren, an einer Bushaltestelle, auf Höhe der Triftlfinger Straße, von zwei Männern angesprochen. Die Mädchen wurden gefragt, ob sie die Hunde, die im Pkw auf der Rückbank saßen, streicheln wollen. Die beiden Kinder reagierten absolut richtig und fuhren, ohne zu antworten, davon. Die Schülerinnen erzählten gegen 17.30 Uhr ihren Eltern von dem Vorfall, die wiederum sofort die Polizei verständigten.

Die beiden Männer standen neben einem silbergrauen Pkw. Sie werden wie folgt beschrieben: ca. 40 Jahre alt, ca. 175 bis 180 cm groß, einer war schlank und trug einen Kinnbart. Beide sprachen bayerischen Dialekt.

Die Polizeiinspektion Wörth a.d. Donau nimmt diesen Vorfall sehr ernst und wird durch verstärkte Streifentätigkeit, auch durch Zivilstreifen, präsent  sein.  Auch seitens der Schule wird der Vorfall thematisiert und den Kindern die Verhaltensregeln nochmals nahe gelegt. Die Polizei bittet auch die Eltern bzw. Personen, die von Kindern auf solche Vorfälle angesprochen werden, sofort die Polizei über den Notruf 110 zu informieren.

 Das Verhalten der beiden Mädchen war absolut richtig. Grundsätzlich sollen Kinder dahingehend erzogen werden, nicht mit Fremden mitzugehen bzw. in ein Fahrzeug zu steigen. Auf entsprechendes Ansprechen sollte laut mit NEIN erwidert werden. Auch in einer Gruppe mit mehreren Kindern zusammen ist es für fremde Menschen wesentlich erschwerter, Kinder anzusprechen. Auch die Vereinbarung eines Kennwortes für den Fall einer „überraschenden Abholung durch eine andere Person“, zum Beispiel vom Kindergarten oder der Schule, schränkt den Aktionsbereich  dieser Personen ein.

 Da nicht auszuschließen ist, dass in diesem Fall auch ein Missverständnis in der Angelegenheit vorliegt, werden die beiden Männer gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Wörth a.d. Donau unter der Tel.-Nr. 09482/9411-0 in Verbindung zu setzen.

 

Update:

Und das haben die Männer dann auch getan. "Ohne weitere Hintergedanken" wollten sie den Mädchen die Hunde zeigen.

Aufgrund der heutigen Berichterstattung in den Printmedien hat sich heute Morgen (Freitag, 24.03.2017) telefonisch bei der PI Wörth a. d. Donau ein Mann gemeldet und erklärt, dass er zusammen mit einem Bekannten die beiden Mädchen am Mittwoch an der Bushaltestelle angesprochen hat. Da die beiden Hunde im Auto beim Vorbeifahren der Mädchen bellten, fragten die Männer ohne weitere Hintergedanken, ob die Mädchen die Tiere streicheln möchten, um zu zeigen, dass die Hunde nicht gefährlich sind und sie daher keine Angst haben  müssten. Mit den beiden Männern wurde seitens der Polizei gesprochen und sie bezüglich der Thematik sensibilisiert. Schulleitung und Eltern wurden ebenfalls informiert. 

 

PM/MB/EK

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