Do., 12.01.2023 , 12:02 Uhr

Landkreis Regensburg: Raumordnungsverfahren für den Flutpolder „Wörthhof“

Das Raumordnungsverfahren soll feststellen, inwiefern sich der geplante Flutpolder auf die Umwelt auswirken würde. Dabei hat jeder die Möglichkeit, einen Einblick in die Unterlagen zu erhalten.

Der Freistaat Bayern, vertreten durch das Wasserwirtschaftsamt Regensburg, plant im östlichen Landkreis Regensburg die Errichtung eines gesteuerten Flutpolders. Das Vorhaben ist als eine Maßnahme des technischen Hochwasserschutzes in das Gesamtkonzept der Bayerischen Staatsregierung zum Hochwasserschutz „Aktionsprogramm 2020plus“ eingebettet und soll der Reduktion des Hochwasserrisikos für Mensch, Wirtschaft, Umwelt und Kulturerbe dienen.

Der Flutpolder „Wörthhof“ hat einen Umfang von ca. 772 Hektar und betrifft das Gebiet der Stadt Wörth a.d. Donau und das Gebiet der Gemeinde Pfatter.

Das Raumordnungsverfahren soll feststellen, wie sich das geplante Vorhaben auf wichtige Aspekte der künftigen Raumentwicklung auswirkt. Dazu zählen etwa die Siedlungsentwicklung ebenso wie Fragen des Natur- und Landschaftsschutzes und der Erholung. Betrachtet werden zudem Themen der Land- und Forstwirtschaft sowie der Wasserwirtschaft.

Die Regierung der Oberpfalz wird als höhere Landesplanungsbehörde Fachbehörden, die betroffenen Kommunen und Verbände im Verfahren anhören. Ergänzend dazu wird die Öffentlichkeit beteiligt, um frühzeitig die Bürgerschaft über das Vorhaben zu informieren und um zusätzliche Erkenntnisse zu gewinnen. Anhand der eingegangenen Stellungnahmen wird dann geprüft, ob und unter welchen Maßgaben der Flutpolder mit den Erfordernissen der Raumordnung vereinbar ist. Ergebnis des Raumordnungsverfahrens ist eine sog. „Landesplanerische Beurteilung“, in der die Ergebnisse der Anhörung zusammengefasst und die einzelnen Belange gegeneinander abgewogen werden.

Die Planungsunterlagen werden ab Januar etwa einen Monat lang in den beteiligten Kommunen öffentlich ausgelegt. Die genauen Daten werden von den Kommunen noch öffentlich bekannt gegeben. Die Unterlagen sind auch im Internet zu finden unter https://www.regierung.oberpfalz.bayern.de/service/landes_und_regionalplanung/raumordnungsverfahren/laufende_rov/index.html

Die beteiligten Behörden, Verbände, Organisationen, Städte sowie die Öffentlichkeit können sich bis zum 17. Februar 2023 zum Vorhaben äußern. Stellungnahmen der Bürger zum Vorhaben sind an die jeweilige Gemeinde zu richten, die diese dann gebündelt an die Regierung der Oberpfalz weiterleitet.

 

Regierung Oberpfalz

 

Ein Teil unserer Berichterstattung zur Flutpolder-Diskussion:

Landkreis Regensburg: Polderstudie vorgestellt
Hochwasser, Starkregen, Überflutungen – auch in Ostbayern häufen sich diese Meldungen. Der Klimawandel schreitet voran – das ist unbestritten. Bei einem anderen Thema dagegen ist man sich nicht einig und zwar, wie dagegen anzugehen ist. Sind Flutpolder die Lösung?
Flutpolder: Umweltminister Glauber wirbt für Flutpolder
Erst vergangene Woche hat Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber eine aktuelle Polderstudie vorgestellt. Demnach würde alles für die Polder sprechen. Gestern Abend hat er sich den Gegnern der Polder in Weltenburg gestellt.
Bayern: Entscheidung - Flutpolder werden gebaut
Neun Flutpolder zum Hochwasserschutz sollen nun doch in Bayern gebaut werden. Wie die genauen Pläne lauten, gab das Bayerische Kabinett heute in einer Pressekonferenz bekannt.
Entscheidung gefallen: Reaktionen zum Flutpolder-Beschluss
Am Dienstag hat das Bayerische Kabinett die Flutpolder an der Donau beschlossen. Viele Betroffene und Kommunalpolitiker im Raum Regensburg sind geschockt.

Das könnte Dich auch interessieren

04.03.2026 Regenstauf: LKW Fahrer rastet aus Nach einem Streit wird jetzt gegen einen Lastwagenfahrer wegen Körperverletzung ermittelt. 04.03.2026 Hemau: Gewehr fällt vom Hochsitz - Jäger in Fuß geschossen Ein Jagdausflug hat für einen Jäger nach einem schweren Unfall im Krankenhaus geendet. 03.03.2026 A3 bei Regensburg: Tunnelsperrung wegen Falschfahrer Die Polizei sucht nach einem schwarzen Mercedes, dessen Fahrer in falscher Richtung unterwegs war. 03.03.2026 Regensburg: Großprojekt gestartet – Parkhaus soll Altstadt-Verkehr entlasten Mit dem ersten Spatenstich ist der Bau des neuen Parkhauses am Unteren Wöhrd offiziell gestartet. Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer und Stadtwerk-Geschäftsführer Manfred Koller gaben am 3. März 2026 gemeinsam mit weiteren Verantwortlichen das Startsignal. Die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2027 geplant. 580 Stellplätze an der Wöhrdstraße Das neue Parkhaus entsteht direkt an der Wöhrdstraße auf