Di., 25.06.2019 , 15:03 Uhr

Landkreis Regensburg: Gartentipps für den Monat Juli

Am Landratsamt Regensburg beraten die Mitarbeiter des Sachgebiets Gartenkultur und Landespflege bei allen Fragen rund um den Garten. Hier einige Themen, die jetzt für Freizeitgärtner von Interesse sind.

Solange die frischen Triebe noch nicht verholzt sind, kann man den „Sommerriss“ bei Obstbäumen durchführen. Dabei werden die Triebe entfernt und mit den schlafenden Augen herausgerissen, die nach dem Winterschnitt gewachsen sind. Diese Maßnahme bremst den Baum im Wachstum und der nächste Winterschnitt kann eigentlich entfallen. Selbst Kronenregulierungen können im Sommer erledigt werden. Der Neuaustrieb ist bei weitem nicht so kräftig wie beim Schnitt im Winter. Beerensträucher schneidet man nach der Ernte.

Gemüsepflanzen brauchen bei ungleichmäßigen Regenfällen ausreichend Wasser, das heißt 20 Liter pro Quadratmeter. Dadurch dringt das Wasser bis zu den Wurzeln vor, dort wird es gebraucht, nicht auf den Blättern. Im Juli ist es auch schon wieder Zeit, an die Herbsternte zu denken. Zuckerhut, Endivien, Winterrettich können jetzt in die Erde verbracht werden. Petersilie entwickelt sich wesentlich schneller, wenn sie im Sommer ausgesät wird.

Bei den Balkon- und Kübelpflanzen ist Düngen im zweiwöchigen Rhythmus wichtig für einen langen Blütenflor. Alternativ kann man einen qualitativ hochwertigen Langzeitdünger verwenden. Das Entfernen von Verblühtem trägt zur Verlängerung des Blühflors bei.

Im Ziergarten werden die einmalblühenden, überlangen Rosentriebe in Form gebracht. Bei mehrmals blühenden Rosen kann man den Blütenflor verlängern, wenn man ständig das Verblühte entfernt. Unterhalb des Verblühten wird bis auf das erste vollentwickelte Blatt (ab fünfblättrig) zurück geschnitten. So wird der Rosenstock immer wieder zum Blühen angeregt. Einige Stauden haben die Fähigkeit zu remontieren. Das heißt, wenn man sie nach ihrer Blüte ganz zurückschneidet, treiben sie noch einmal durch und bilden im Herbst noch einmal Blüten. Zu diesen Stauden gehören etwa Sommer-Salbei, Pfirsichblättrige Glockenblume, Moschus-Malve, Feinstrahl-Aster oder Frauenmantel. Sie sollten gleich nach dem Abblühen geschnitten werden, damit keine Kraft in die Fruchtbildung investiert wird. Lavendelblüten für Duftkissen, Trocksträuße und Kränze schneidet man ebenfalls im Juli.

 

Pressemitteilung Landkreis Regensburg

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