Mo., 11.10.2021 , 15:08 Uhr

Landkreis Regensburg: Bilanz - Unfallfreie Badesaison und viel Müll an den Seen

Viele Menschen haben auch dieses Jahr wieder den Sommerurlaub an den heimischen Badewässern verbringen müssen. Im Landkreis Regensburg sind die Badeaufenthalte ohne Unfälle verlaufen. Aber der Badespaß belastet die Umwelt: allein am Guggenberger See haben sich über sieben Tonnen Abfall gesammelt.

Auch im zweiten Corona-Jahr haben viele Menschen aus Regensburg und dem Landkreis den Badesommer heimatnah verbracht. Mehrere tausend Gäste genießen an heißen Tagen Erholung am Guggenberger See. Die Bilanz des Naherholungsvereins e.V. enthält neben der Freude über eine gut frequentierte und unfallfreie Saison auch, wie alle Jahre, einen Wermutstropfen: Zurück blieben allein am Guggenberger See über sieben Tonnen Müll, deren Sammlung und Entsorgung mit mehr als 3.500 Euro zu Buche schlägt.

 

Ausreichend Wachpersonal sorgt für sichere Badesaison

Am wichtigsten sei es, so Geschäftsführerin Elisabeth Sojer-Falter in ihrem Resümee, „dass wir auf eine unfallfreie Badesaison zurückblicken können“. Dies sei keinesfalls selbstverständlich und auch auf die zuverlässige Besetzung der Wasserwachtstationen zurückzuführen, deren Belegschaft in der vergangenen Badesaison des Öfteren im Einsatz war. Neben der Wasserrettung kümmert sich das geschulte und ehrenamtliche Personal auch um kleinere Verletzungen der Gäste.

An allen drei Badeseen im östlichen Landkreis Regensburg war an den Wochenenden und an Feiertagen Wachpersonal vor Ort; die Wasserwacht Neutraubling am Guggenberger und Roither See sowie die  Wasserwacht Regensburg am Sarchinger und die DLRG Ortsgruppe Regensburg am Guggenberger See. Mit dem Einsatz eines Sicherheitsdienstes und der Unterstützung der Polizeiinspektion Neutraubling wurden zudem zahlreiche Zielgruppenkonflikte gelöst und für Sicherheit gesorgt.

 

Im Winter wird gebaut und saniert

Nach der Saison ist vor der Saison für den Naherholungsverein. Alle Sanierungs-, Bau- und Pflegemaßnahmen werden im Herbst und Winter durchgeführt. Derzeit wird noch am Ostufer des Guggenberger Sees gebaut. Im Frühjahr 2022 kann eine behindertengerechte Sanitäranlage mit rollstuhlrechtem Dusch- und Umkleideraum und ein barrierefreier Zugang zum Wasser eröffnet werden. Für den Sarchinger See ist die Sanierung der Sanitäranlagen und die Aufschüttung der Strände mit frischem Sand in Planung.

 

Meisten Badegäste und viel Müll am Guggenberger See

Die meisten Besucherzahlen sind stets am Guggenberger See zu verzeichnen, der mit seinem Areal von 83 Hektar das größte Erholungsgebiet darstellt. Hier stehen um den See sieben Müllentsorgungsstationen mit je vier Tonnen zur Entsorgung von Restmüll und Glasflaschen zur Verfügung. An den drei Grillplätzen sind für die Entsorgung der Asche entsprechende Metalltonnen aufgestellt.

„Insgesamt können wir leider trotz aller Öffentlichkeitsarbeit und Hinweisen zum sorgfältigen Umgang mit den Naherholungsgebieten keinen Rückgang der Müllablagerungen erkennen“,

bedauert Elisabeth Sojer-Falter. Obwohl Tafeln die Gäste darauf hinweisen, keinen Müll in die umliegende Natur zu werfen und in die vorgesehenen Behältnisse zu entsorgen, komme es häufig zu wilden Müllablagerungen.

„Zudem hinterlassen viele Badegäste nach ihrem Badeaufenthalt ihren Müll auf den Liegewiesen oder werfen diesen sogar in die Hecken.“ – Elisabeth Sojer-Falter

Gemeinsame Aufräumaktionen leisten guten Beitrag

Damit die Liegewiesen und Strände den Gästen wieder sauber zur Verfügung stehen, wird der Müll täglich vom Personal vor Ort entsorgt und die Liegewiesen gereinigt. Mit Unterstützung des Sicherheitsdienstes können nach Auskunft der Geschäftsführerin des Vereins auch immer wieder wilde Müllentsorgungen verhindert oder zur Anzeige gebracht werden.

Erfreulich sei, so Elisabeth Sojer-Falter, dass jedes Jahr im Frühjahr einige Vereine wie DLRG, Wasserwacht oder Feuerwehr und Schulklassen im Rahmen des landkreisweiten Rama dama sowie andere Gruppierungen Aufräumaktionen an den Badeseen anbieten oder der Einladung des Vereins für Naherholung zur Aufräumaktion folgen. So zum Beispiel auch die Studenten des Honors Elitestudiengangs Wirtschaftswissenschaften an der Universität Regensburg, die im Rahmen eines sozialen Projekttages eine Reinigungsaktion am Guggenberger See durchgeführt haben. Zu den freiwilligen Aktionen habe die Geschäftsstelle des Naherholungsvereins viel positives Feedback von zahlreichen Badegästen erhalten.

Auch für das Frühjahr 2022 ist wieder eine gemeinsame Aufräumaktion geplant. Interessierte können sich jederzeit bei der Geschäftsstelle melden.

 

Landratsamt Regensburg/JM

 

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