Mi., 12.03.2025 , 11:50 Uhr

Landkreis Kelheim: Wiesenbrüter kehren zurück – Schutzmaßnahmen dringend erforderlich

Die seltenen Wiesenbrüter kehren aus ihren Winterquartieren zurück – doch ihre Bestände sind bedroht. Um Großen Brachvogel, Kiebitz & Co. zu schützen, bittet die Naturschutzbehörde um Rücksicht.

Wiesenbrütende Vogelarten wie Großer Brachvogel, Kiebitz und Bekassine kehren aus ihren Winterquartieren zurück. Im Landkreis Kelheim sind ihre Bestände stark zurückgegangen. Besonders betroffen sind Gebiete im Abenstal, Labertal, Forstmoos und der Donauniederung. Die untere Naturschutzbehörde ruft zur Rücksichtnahme auf, um die empfindlichen Vögel während der Brutzeit von Mitte März bis Ende August nicht zu stören.

Seltene Wiesenbrüter im Landkreis Kelheim

Zu den gefährdeten Arten zählen neben dem Großen Brachvogel auch Wachtelkönig, Braunkehlchen und Wiesenpieper. Während diese Vögel früher häufig in den Flusstälern brüteten, sind sie heute nur noch vereinzelt zu beobachten. Besonders der Bestand des Großen Brachvogels ist alarmierend: In den 1950er Jahren gab es im Landkreis Kelheim noch mehrere Dutzend Brutpaare, heute sind es bestenfalls ein bis zwei. Auch der Kiebitz, früher weit verbreitet, ist mittlerweile bayernweit als stark gefährdet eingestuft.

Schutzmaßnahmen während der Brutzeit

Um die letzten Bestände zu erhalten, gilt während der Brutzeit ein besonderes Störungsverbot. Die Naturschutzbehörde weist darauf hin, dass in den betroffenen Gebieten unbedingt auf den Wegen geblieben und Hunde angeleint werden müssen. Zudem sind folgende Aktivitäten verboten:

Jede Störung kann dazu führen, dass die Vögel ihre Nester verlassen und ihre Brut aufgeben. Besonders problematisch sind freilaufende Hunde, die bereits aus über 100 Metern Entfernung Stress für die Vögel verursachen können.

Informationstafeln und Naturschutzwächter im Einsatz

Um auf den Schutz der Wiesenbrüter aufmerksam zu machen, wurden Info-Schilder im Labertal und südlich von Offenstetten aufgestellt. Ein QR-Code auf den Tafeln ermöglicht den Abruf weiterführender Informationen zu den bedrohten Vogelarten.

Zusätzlich sind zur Brut- und Zugzeit verstärkt ehrenamtliche Naturschutzwächter unterwegs. Sie informieren die Bevölkerung über die Bedeutung der Schutzgebiete und achten darauf, dass die Regeln eingehalten werden.

Rastplätze für Zugvögel ebenfalls betroffen

Nicht nur die Brutvögel benötigen ungestörte Flächen: Viele Zugvögel nutzen die Flusstäler im Frühjahr, Spätsommer und Herbst als Rastplätze. Jede Störung kostet sie wertvolle Energie, die sie für ihre lange Reise benötigen.

Eine Übersicht der bayerischen Wiesenbrütergebiete ist online abrufbar unter:
https://www.lfu.bayern.de/natur/fis_natur/fin_web/index.htm.

Landratsamt Kelheim

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