Mi., 07.06.2023 , 19:32 Uhr

Landkreis Kelheim: Weniger Verkehrstote, dafür mehr Verletzte im vergangenen Jahr

Weniger Tote, dafür mehr verletzte Personen bei Verkehrsunfällen: das ist die Bilanz für das Jahr 2022 für den Landkreis Kelheim.

6 getötete Verkehrsteilnehmer – und damit 2 weniger als 2021. Das ist die erfreuliche Bilanz des Polizeipräsidiums Niederbayern für den Landkreis Kelheim im Sicherheitsbericht 2022 (Quelle: Sicherheitsbericht 2022 des Polizeipräsidiums Niederbayern, Straubing März 2023). Insgesamt stieg die Zahl der Unfalltoten im Regierungsbezirk Niederbayern um fast 40 % – von 49 (2021) auf 68 (2022).

Die Zahl der Verletzten stieg im Landkreis bedauerlicherweise auf 623 Personen (2021: 586) – und damit um mehr als 6 % – an.

Insgesamt stieg die Zahl der Verkehrsunfälle im gesamten Regierungsbezirk um rund 4 % (2022: 40.776, 2021: 39.082). Ungenügender Sicherheitsabstand und Missachtung der Vorfahrtsregelung waren dabei die Hauptursache der Unfälle.

Mit 1.382 Unfällen sank die Zahl der geschwindigkeitsbedingten Unfälle in Niederbayern um rund 13 % gegenüber dem Vorjahr (2021: 1.593) erfreulicherweise.

Bei dieser Art von Unfällen ist jedoch nach wie vor die nicht den örtlichen Gegebenheiten angepasste Geschwindigkeit Unfallursache Nr. 1. Bei insgesamt 852 geschwindigkeitsbedingten Unfällen erlitten Verkehrsteilnehmer zum Teil schwere Verletzungen, 22 Personen wurden getötet – und damit rund 38 % mehr als 2021 (16 Personen). Die Zahl der unter Alkoholeinfluss stehenden tödlich verunglückten Personen stieg im Regierungsbezirk Niederbayern auf 8 an (2021: 3).

2 Menschen mussten in Niederbayern im Straßenverkehr auf Grund von Drogeneinfluss ihr Leben lassen (2021: 3).

Diese Aufstellung zeigt bedauerlicherweise, dass eine Vielzahl der Toten und Schwerverletzten im Straßenverkehr durch einfachste persönliche Maßnahmen hätte vermieden werden können: Anpassung der Geschwindigkeit an die vorherrschenden Gegebenheiten, ausreichender Sicherheitsabstand und Beachtung der Vorfahrtsregelungen.

Um die Zahl der Unfälle und damit der getöteten oder verletzten Verkehrsteilnehmer so weit wie möglich auch weiterhin zu reduzieren, hat das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration das Verkehrssicherheitsprogramm 2030 „Bayern mobil – sicher ans Ziel“ herausgegeben. Es beschreibt zahlreiche Handlungsfelder, die in Zusammenarbeit von Polizei, Straßenbaulastträgern und Straßenverkehrsbehörden bei Fragen zur ständigen Verbesserung der Verkehrssicherheit immer wieder überprüft und durch individuelle Maßnahmen umgesetzt werden.

Jeder tödlich Verunglückte oder Verletzte im Straßenverkehr ist einer zu viel. Darum: Lieber ankommen statt umkommen!

 

PI Kelheim

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