Do., 30.11.2023 , 13:28 Uhr

Acht Männer verdächtigt

Landkreis Kelheim: Verbreitung von Kinderpornografie - Polizei durchsucht mehrere Wohnungen

Heute haben Beamte der Kriminalpolizeiinspektion Landshut im Landkreis Kelheim mehrere Wohnungen durchsucht. Acht Männer stehen im Verdacht, Kinder- und jugendpornografische Inhalte besessen und verbreitet zu haben.

Die Kriminalpolizeiinspektion Landshut hat heute mehrere Wohnungen im Landkreis Kelheim durchsucht. Acht Männer im Alter von 15 bis 57 Jahren werden verdächtigt, kinder- und jugendpornografische Inhalte über Chatgruppen und Messenger-Dienste ausgetauscht oder gesucht zu haben. Laut Polizei stehen die Tatverdächtigen in keinem Zusammenhang zueinander. Deswegen werden die Fälle unabhängig voneinander bearbeitet.

Bei den Durchsuchungen haben die Polizeibeamten 10 Handys, 4 Tablets und 4 Laptops sichergestellt.

Dieser Fall zeigt wieder einmal, dass die vermeintliche Anonymität des Internets nicht vor Strafverfolgung schützt.

Die Ursprünge der Ermittlungen gegen Kinderpornografie liegen oft in den USA, da Internetanbieter dazu verpflichtet sind, strafbare Inhalte zu melden. Der Besitz und die Verbreitung solcher Inhalte sind Verbrechenstatbestände und werden nicht verharmlost. Betroffene werden ermutigt, solche Dateien nicht zu löschen, sondern zur Polizei zu gehen und in den betreffenden Chatgruppen ihre Ablehnung solcher Inhalte zu dokumentieren.

Die Polizei empfiehlt auch, die Mitgliedschaft in unübersichtlichen Chatgruppen zu überprüfen, die automatische Speicherung von Dateien zu deaktivieren und das tatsächliche Alter von Gesprächspartnern online kritisch zu hinterfragen. Eltern sollten die Online-Aktivitäten ihrer Kinder kontrollieren und gegebenenfalls Hilfsorganisationen kontaktieren, wenn pädophile Neigungen vermutet werden.

JM

 

Mitteilung PP Niederbayern

In den heutigen Morgenstunden vollzogen Beamte der Kripo Landshut im Landkreis Kelheim mehrere von der Staatsanwaltschaft Regensburg, der Staatsanwaltschaft Ingolstadt und der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg beantragte Durchsuchungsbeschlüsse. Acht Männer im Alter von 15 bis 57 Jahren stehen im Verdacht, mutmaßlich über Chatgruppen bzw. einschlägige Messenger-Dienste Bilder mit kinder- oder jugendpornografischem Inhalt gesucht, bzw. verschickt zu haben. Die Tatverdächtigen stehen in keinem Zusammenhang zueinander, die Fälle werden unabhängig voneinander bearbeitet. Die Beamten konnten bei den Durchsuchungen unter anderem 10 Mobiltelefone, 4 Tablets und 4 Laptops sicherstellen.

 

Anonymität im Internet schützt nicht vor Strafverfolgungsmaßnahmen

Durch die Aktion wird erneut möglichen Tätern verdeutlicht, dass auch die vermeintliche Anonymität des Internets nicht davor schützt, zur Verantwortung gezogen zu werden. Der Ursprung vieler Ermittlungsansätze im Zusammenhang mit Kinder- und Jugendpornografie liegt in den USA. Die Internetprovider sind verpflichtet, strafbare Inhalte zu dokumentieren und zu melden. So erreichen derartige Meldungen beispielsweise über die Organisation NCMEC (National Center for Missing & Exploited Children) auch Dienststellen der Kriminalpolizei in Niederbayern, woraus sich anschließende Ermittlungsverfahren und gegebenenfalls Durchsuchungen ergeben.

 

Erhebliche Konsequenzen schon allein beim Besitz solcher Dateien

Sobald auf dem Handy verbotene Inhalte gespeichert sind, wird es – unabhängig von der Strafmündigkeit des Eigentümers – eingezogen. Die Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft betonen, dass der Besitz und das Verbreiten von kinder- und jugendpornografischen Schriften ein Verbrechenstatbestand und nicht zu verharmlosen ist. Mit einem Klick befindet man sich schnell in einer zwielichtigen Chatgruppe, über welche regelmäßig auch strafbare Inhalte ausgetauscht werden.

 

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Verhaltensempfehlungen

Bei pädophilen Neigungen wenden Sie sich (anonym) an Hilfsorganisationen.

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