Laut Bundesumweltministerium fallen in Deutschland jährlich durchschnittlich 880.000 Tonnen an Elektro- und Elektronik-Altgeräten an – und das nur über die getrennte Sammlung. Hinzu kommt eine große Menge an ungenutzten Geräten, die in Haushalten schlummern: Schätzungen zufolge sind das bis zu 5 Kilogramm pro Person – etwa in Schubladen, Kartons oder Schränken.
Ob alte Handys, kaputte Kopfhörer oder elektrische Zahnbürsten mit schwachem Akku – viele dieser Geräte könnten oft repariert und weiterverwendet werden. Doch sie landen häufig im Restmüll oder im Verpackungsmüll – also in den falschen Entsorgungswegen – anstatt recycelt oder fachgerecht entsorgt zu werden.
Im Rahmen der EWAV 2025 will der Landkreis Kelheim ein deutliches Zeichen gegen Elektroschrott setzen. Über Social Media klärt der Landkreis darüber auf, wie Elektroaltgeräte richtig entsorgt werden können – beispielsweise über die Wertstoffhöfe und Wertstoffzentren in der Region.
Mit der Teilnahme an der größten europäischen Kommunikationskampagne für Abfallvermeidung setzt der Landkreis auf Aufklärung und ruft die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, defekte Elektrogeräte zu reparieren, wenn möglich, und nicht funktionierende Geräte korrekt zu entsorgen.
Ziel der Europäischen Woche der Abfallvermeidung ist es, den Umgang mit Ressourcen bewusster zu gestalten. Tausende Akteurinnen und Akteure aus Wirtschaft, Verwaltung, Bildung und Zivilgesellschaft engagieren sich europaweit mit Aktionen, die zu einem nachhaltigeren Konsumverhalten beitragen sollen. Der Fokus liegt 2025 besonders auf dem Thema Elektroschrott, der durch Reparatur und korrekte Entsorgung deutlich reduziert werden könnte.
PM Landratsamt Kelheim / TVA Onlineredaktion