Mi., 05.04.2023 , 15:34 Uhr

Landkreis Kelheim: Kriminalität 2022 gestiegen - hohe Aufklärungsquote

Der jährliche Sicherheitsbericht für den Landkreis Kelheim wurde vorgestellt. Die Gesamtkriminalität ist zwar gestiegen, dafür ist aber auch die Aufklärungsquote hoch.

Am Mittwoch, 05.04.2023, überreichte Polizeipräsident Manfred Jahn im Rahmen des jährlichen Sicherheitsgesprächs den Sicherheitsbericht 2022 des Polizeipräsidiums Niederbayern für den Landkreis Kelheim an Landrat Martin Neumeyer.

Anmerkung: Aus Gründen einer aussagekräftigeren Darstellung werden die nachfolgenden Fallzahlen der jeweiligen Deliktsarten jeweils ohne ausländerrechtliche Verstöße (illegaler Grenzübertritt bzw. Aufenthalt sowie Urkundendelikte) aufgeführt.

 

Gesamtkriminalität, Häufigkeitszahl und Aufklärungsquote

 Anlässlich des diesjährigen Sicherheitsgespräches haben Niederbayerns Polizeipräsident Manfred Jahn, Leitender Kriminaldirektor Paul Mader zusammen mit den Dienststellenleitern der örtlichen Polizeidienststellen den Sicherheitsbericht 2022 des Polizeipräsidiums Niederbayern Landrat Martin Neumeyer vorgestellt.

 Niederbayernweit hat sich der prognostizierte Anstieg der Gesamtkriminalität für das Jahr 2022 bestätigt. Auch im Landkreis Kelheim ist die Gesamtkriminalität im Vergleich zu 2021 (2.913) auf 3.364 Delikte im zurückliegenden Jahr gestiegen. Maßgeblicher Grund hierfür dürfte im Wesentlichen die Aufhebung der gesellschaftlichen Beschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie sein. Die Anzahl der registrierten Delikte liegt im Berichtsjahr für den Landkreis Kelheim leicht unter dem Niveau von 2019 (3.318).

 

„Die Gefahr, im Landkreis Kelheim Opfer einer Straftat zu werden, ist mit einer Häufigkeitszahl von 2.715 (Straftaten pro 100.000 Einwohner) im bayernweiten Vergleich deutlich geringer. Auch die Aufklärungsquote von 68,3 % (Bayern: 64,4 %) belegen das hohe Sicherheitsniveau für die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis,“ so Polizeipräsident Manfred Jahn.

 

Gewalt-, Straßen- und Diebstahlskriminalität – Gewaltkriminalität im Vergleich zum Vorjahr rückläufig

 Im Bereich der Gewaltkriminalität ist im Vorjahresvergleich ein Rückgang um 35 Fälle (2021: 148 Delikte) auf insgesamt 113 Delikte zu verzeichnen. Zur Gewaltkriminalität werden unter anderem sämtliche Straftaten gegen das Leben oder der körperlichen Unversehrtheit erfasst. Auch bei der Straßen- und Diebstahlskriminalität haben die Fallzahlen 2022 im Vergleich zum Vorjahr zugenommen.

Die Straßenkriminalität weist gegenüber dem Vorjahr eine Zunahme um 98 auf 523 auf. Unter der Straßenkriminalität fallen solche Delikte, die ausschließlich oder überwiegend auf öffentlichen Straßen, Wegen oder Plätzen begangen werden. Die Diebstähle haben um 158 Fälle auf 740 zugenommen.

Die Zahl der Wohnungseinbrüche bewegen sich mit 11 Fälle auf einem ähnlich niedrigen Niveau wie im Jahr 2021 (15).

 

„Dennoch stellt jeder einzelne Wohnungseinbruch einen erheblichen Eingriff in das subjektive Sicherheitsgefühl dar. Deshalb wird die konsequente Bekämpfung dieser Einbrüche weiterhin ein Schwerpunkt unserer Arbeit bleiben,“ so Polizeipräsident Manfred Jahn.

 

Stärkung des Sicherheitsgefühls als zentrale Aufgabe

Polizeipräsident Manfred Jahn betonte im Rahmen des Sicherheitsgespräches, dass im Jahr 2022 neben der Gewährleistung der objektiven Sicherheitslage und der Verkehrssicherheit insbesondere die Stärkung des Sicherheitsgefühls der Bevölkerung eine zentrale Aufgabe der Polizei einnehmen werde:

„Die Polizei Niederbayern will das erreichte Sicherheitsniveau nachhaltig stärken und damit einen wesentlichen Teil dazu beitragen, dass der Landkreis Kelheim weiterhin als qualitativ hochwertige Heimatregion wahrgenommen werden kann. Auch zukünftig werden wir durch Präsenz und Bürgernähe als kompetenter und verlässlicher Ansprechpartner zur Verfügung stehen“.

 

Die enge Zusammenarbeit mit den Sicherheitsbehörden im Landkreis schaffe die Basis für ein hohes Maß an Sicherheit. Gemeinsam mit den Vertretern der örtlichen Polizeidienststellen bedankte sich Polizeipräsident Manfred Jahn deshalb für die hervorragende und kollegiale Zusammenarbeit mit dem Landkreis Kelheim.

 

„Trotz des Anstiegs der Gesamtkriminalität, der bedauerlich ist, können wir uns glücklich schätzen, in einer sicheren Region leben zu dürfen. Alleine die Aufklärungsquote zeigt, wie hochprofessionell die Arbeit der Polizistinnen und Polizisten ist. Für das hervorragende Miteinander zwischen unserer Behörde und der Polizei möchte ich mich ausdrücklich bedanken“, so Landrat Martin Neumeyer.

 

 

PI Kelheim / MB

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