Mi., 12.01.2022 , 08:59 Uhr

Aus Goldbergklinik wird Caritas Krankenhaus St. Lukas

Landkreis Kelheim: Caritasverband übernimmt 51 Prozent der Goldberg-Klinik

Der Landkreis Kelheim und der Diözesan-Caritasverband Regensburg haben ihre Gespräche hinsichtlich einer strategischen Partnerschaft bezüglich der Goldberg-Klinik und dem Caritas-Krankenhaus St. Josef erfolgreich abgeschlossen. 51% der Klinik-GmbH gehen künftig an den Caritasverband - der Landkreis bleibt weiterhin Eigentümer des Grundstücks.

 

Der Diözesan-Caritasverband Regensburg soll zukünftig 51% der bestehenden Krankenhaus-GmbH übernehmen. Der Landkreis behält weiterhin entsprechend 49% und bleibt Eigentümer des Grundstücks sowie der Klinikgebäude. Über den Aufsichtsrat, dessen Sitze sich beide Kooperationspartner je zur Hälfte teilen, werden auch zukünftig Informationsfluss und Einblick in die Geschehnisse der Klinik gesichert. Der Vorsitz im Aufsichtsrat liegt beim Diözesan-Caritasverband Regensburg.

Die Goldberg-Klinik Kelheim bleibt dabei weiterhin eigenständig und wird wie bisher als Grund- und Regelversorger der örtlichen Bevölkerung aufrechterhalten. Die Partnerschaft sieht zudem keinen Stellenabbau, sondern einen Stellenaufbau vor. Hierfür soll die Klinik ihr Leistungsangebot erweitern.

„Die Partnerschaft mit dem Caritasverband stellt eine großartige Chance für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung dar. Gemeinsam können wir die stationäre medizinische Versorgung vor Ort dauerhaft sicherstellen. Auch das vorherrschende jährliche Defizit in Höhe von mittlerweile über 6 Mio. Euro können wir hier deutlich senken.“

Landrat Martin Neumeyer

„Unsere Krankenhäuser teilen gemeinsame Werte. Aus dieser Verbundenheit heraus sehen wir unsere Verantwortung auch darin, öffentlich-soziale Interessen einer bestmöglichen Gesundheitsversorgung mit wirtschaftlicher Stärke zu verbinden. Wir freuen uns den Weg hier gemeinsam beschreiten zu können.“

Diözesan-Caritasdirektor Michael Weißmann

Die politische Entscheidung zur Kooperation soll im Kreistag am 18.01.2022 fallen. Die tatsächliche Umsetzung beginnt im Anschluss daran mit einem zeitnahen Notartermin, in dessen Rahmen die Verträge formal unterzeichnet werden.

 

Die Kooperation in Eckpunkten

 

Wie geht es zeitlich weiter?

Bis zum offiziellen Start sind noch einige Schritte notwendig: Nach der Vorabinformation von Mitarbeitenden, Kreistagsmitgliedern und Presse folgt am 18.01.22 die Beratung im Kreistag Kelheim.

Vorbehaltlich einer Zustimmung durch den Kreistag soll im Februar 2022 der Kooperationsvertrag unterzeichnet werden. Im nächsten Schritt ist die Umsetzung der vereinbarten Bedingungen geplant, die voraussichtlich im 2. Quartal 2022 abgeschlossen sein soll.

Vertrauen entsteht aus langfristig angelegten Kooperationen und gemeinsamen Werten, wie wir sie als strategische Partner teilen. Wir wollen mit Konzepten überzeugen, die auf eine nachhaltige Entwicklung und nicht auf kurzfristige Gewinnmaximierung angelegt sind.

In diesem Sinne bitten wir um Ihr Vertrauen und Ihre Unterstützung für unser Vorhaben. Seien Sie versichert, dass wir Sie über alle weiteren Schritte zeitnah auf dem Laufenden halten werden.

 

Landkreis Kelheim

Das könnte Dich auch interessieren

18.03.2026 Weniger Verletzte und Tote bei Verkehrsunfällen in Bayern im Januar 2026 Nach vorläufigen Angaben der Polizei wurden im Januar 31.072 Unfälle registriert. Das sind 6,8 Prozent mehr als im Januar 2025. Gleichzeitig sank jedoch die Zahl der Unfälle, bei denen Menschen verletzt oder getötet wurden, deutlich.Weniger Unfälle mit Personenschaden In 2.514 Fällen kamen Personen zu Schaden. Das entspricht einem Rückgang um 12,4 Prozent im Vergleich zum 24.02.2026 Ostbayern: Aktueller Hochwasserstand Aufgrund von Tauwetter und anhaltenden Niederschlägen sind die Wasserstände in mehreren Gewässern deutlich angestiegen. Für manche Gebiete in Ostbayern gilt deshalb eine Hochwasserwarnung. Die Lage soll sich ab Mittwoch aber entspannen. 23.02.2026 Bayern: Steigende Wasserstände – Flüsse und Bäche treten über die Ufer Vor allem in den Regionen rund um den Bayerischen Wald und das Fichtelgebirge treten Flüsse und Bäche teils über die Ufer. Während vielerorts nur Wiesen und Felder betroffen sind, könnten mancherorts auch Keller und Häuser überflutet werden. Noch ist der Höchststand nicht überall erreicht. Der Hochwassernachrichtendienst rechnet jedoch damit, dass die Pegelstände ab Mittwoch wieder 15.02.2026 Fasching in Ostbayern 2026