Das Bündnis für Toleranz und Menschenrechte im Landkreis Cham / Cham gegen Rechts zeigt sich bestürzt über die bekannt gewordene antisemitische Antwort eines Hotelbetreibers aus Lam auf eine Buchungsanfrage aus Israel. Die Aussage, jüdische Gäste seien nicht erwünscht, widerspricht grundlegenden Werten einer offenen und demokratischen Gesellschaft und darf nicht unwidersprochen bleiben. Christian Oberthür, Mitglied des Sprecher*innenkreises des Bündnisses:
„Antisemitismus hat keinen Platz im Landkreis Cham und keinen Platz in unserer Gesellschaft. Menschen aufgrund ihrer Religion oder Herkunft abzulehnen, verletzt die Menschenwürde und greift die Grundwerte unseres Zusammenlebens an.“
Das Bündnis begrüßt zugleich, dass sich der Hotelchef inzwischen öffentlich für seine Äußerung entschuldigt und diese als Fehler bezeichnet hat.
Sabine Ebert, Mitglied des Sprecher*innenkreises:
„Wer einen Fehler macht und dafür Verantwortung übernimmt, verdient die Chance zur Korrektur. Die öffentliche Entschuldigung und das Eingeständnis, falsch gehandelt zu haben, sind wichtige Schritte. Dennoch müssen wir klar benennen, dass solche Aussagen nicht einfach aus dem Nichts entstehen. Sie machen deutlich, dass antisemitische Denkmuster auch heute noch vorhanden sind.“
Nach Angaben des Hotelbetreibers war die Äußerung im Zusammenhang mit einer Vielzahl von Fake-Buchungen und belastenden Erfahrungen entstanden. Für das Bündnis kann dies jedoch keine Rechtfertigung sein.
Ruth Meissner, Mitglied des Sprecher*innenkreises:
„Auch in Ausnahmesituationen dürfen Frust, Ärger oder Überforderung niemals dazu führen, ganze Bevölkerungsgruppen pauschal abzuwerten oder auszugrenzen. Gerade in angespannten Zeiten zeigt sich, wie wichtig demokratische Haltung und ein respektvoller Umgang miteinander sind. Antisemitismus darf niemals als verständliche Reaktion relativiert werden.“
Das Bündnis sieht in dem Vorfall zugleich einen Anlass zur gesellschaftlichen Selbstreflexion. Antisemitismus sei nicht nur ein Problem extremistischer Randgruppen, sondern zeige sich immer wieder auch im Alltag, in Vorurteilen, Sprache und Denkmustern.
Die Drei Specher*innen:
„Der Vorfall erinnert uns daran, dass die Auseinandersetzung mit Antisemitismus nie abgeschlossen ist. Es reicht nicht, antisemitische Aussagen zu verurteilen, wenn sie öffentlich werden. Wir müssen kontinuierlich daran arbeiten, Vorurteile abzubauen, Empathie zu fördern und Menschenfeindlichkeit in all ihren Formen entgegenzutreten.“
Das Bündnis für Toleranz und Menschenrechte im Landkreis Cham / Cham gegen Rechts steht für eine offene, vielfältige und demokratische Gesellschaft, in der Menschen unabhängig von Herkunft, Religion oder Weltanschauung mit Respekt und Würde behandelt werden.
PM Bündnis für Toleranz und Menschenrechte im Landkreis Cham / Cham gegen Rechts / TVA Onlineredaktion