Mi., 30.01.2019 , 12:36 Uhr

Landkreis Cham: 34-Jähriger war wohl Mittelpunkt einer Diebesbande

Nachdem im Herbst 2017 im Landkreis Cham eine Häufung von Einbruchs- und Diebstahlsdelikten festgestellt wurde, hat die Polizei mittlerweile weitere Ermittlungsergebnisse präsentieren können. Insgesamt sollen mehrere Tatverdächtige für über 100 Einbrüche und Diebstähle verantwortlich sein, wobei laut Polizei noch weit mehr Fälle im Raum stehen. Insgesamt waren die gestohlenen Waren rund 215.000 Euro wert.

Bereits Anfang 2018 war ein 34-Jähriger Slowake festgenommen worden – dieser Mann stellte sich im Laufe der Ermittlungen als Schlüsselfigur heraus.

Die Ermittler gehen davon aus, dass der Hauptverdächtige vermutlich mehrmals pro Woche nach Deutschland reiste, um Straftaten zu begehen. Teils wurde er dabei von Komplizen unterstützt.

Diese von der Polizei als „Einbrecher- und Diebesbande“ bezeichnete Gruppe war offenbar sogar weit über den Landkreis Cham hinaus aktiv. Die Ermittlungen der EG Höll haben einen Tatzeitraum von März 2017 bis Februar 2018 ausgemacht – die Gruppe soll dabei in der Oberpfalz, Niederbayern und sogar in Mittelfranken aktiv gewesen sein.

Nach Abschluss der Ermittlungen konnten mittlerweile sogar 14 Tatverdächtige identifiziert werden. Diese sind laut Ermittlern der Drogenszene im Raum Pilsen zuzuordnen. Die Täter kommen aus Tschechien, Ukraine und der Slowakei. Sie sind zwischen 22 und 40 Jahre alt. Laut Polizei sind es zehn Männer und vier Frauen.

Der bereits erwähnte 34-Jährige soll durch die Taten seinen Lebensunterhalt und seine Drogensucht finanziert haben.

Die Diebe hatten vor allem Fahrräder, E-Bikes, Quads, Werkzeuge, Laptops, Schmuck, Bargeld und weitere Gegenstände im Visier, als sie in oft nicht versperrte Eingangstüren, offene Fenster oder auch schlecht gesicherte Gebäude wie Garagen, Scheunen oder Schuppen eindrangen.

Das Diebesgut wurde laut Ermittler sowohl im Bekanntenkreis der Verdächtigen und in Geschäften / auf Basaren in Tschechien verkauft.

Pressemitteilung/MF

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