Mo., 07.08.2023 , 08:33 Uhr

Hass und Hetze im Netz haben weiter Hochkonjunktur - 1186 Straftaten

Im Schutz der Anonymität wird im Internet gehetzt, beleidigt und gepöbelt, was das Zeug hält. Mit vereinfachten Möglichkeiten zur Anzeige soll das bekämpft werden. Der Erfolg ist noch überschaubar.

Trotz eines erhöhten Fahndungsdrucks gegen die Urheber bleiben Hass und Hetze im Internet in Bayern ein großes Problem. 2022 ging die Zahl der angezeigten Straftaten zwar auf 1186 leicht zurück, ist damit aber weiterhin auf einem hohen Niveau, wie aus dem Lagebild Hasskriminalität hervorgeht. Insbesondere die Zahl der antisemitischen Straftaten bleibt erschreckend hoch.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann und Justizminister Georg Eisenreich (beide CSU) wollen das Lagebild am Montag in München vorstellen. Von 2019 (1016) bis 2021 (1225) war die Zahl der Hass-Straftaten im Freistaat während der Corona-Pandemie um rund 20 Prozent gestiegen.

Im Kampf gegen die Hasskriminalität wurden in den vergangenen Jahren mehrere Online-Meldeverfahren eingerichtet, damit Betroffene schneller Vorfälle zur Anzeige bringen können. Zudem gibt es spezielle Angebote für Opfer antisemitischer Straftaten, Journalisten, queere Menschen und Politiker.

dpa

 

Ein Teil unserer Berichterstattung zum Thema Hasskommentare im Internet

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