Fr., 13.10.2017 , 12:04 Uhr

Krones: Neues Werk in Ungarn - Auswirkungen auf Neutraubling

Ein neues Werk der Krones-AG wird ab 2019 in Ungarn Teile für Anlagen produzieren. Das hat Auswirkungen auf den Standort Neutraubling. Dort werden wohl  rund 200 Zeitarbeiter ihren Job verlieren. Es sollen auch circa 400 festangestellte Krones-Mitarbeiter in andere Bereiche versetzt werden. Laut einer Unternehmenssprecherin werden die betroffenen festangestellten Mitarbeiter aber alle am Standort Neutraubling bleiben. Der Konzern wird in den nächsten Jahren rund 200 Millionen Euro in Deutschland investieren- das Meiste in Neutraubling.

 

Pressemitteilung: Neues Krones Werk in Ungarn

Die Krones AG, Neutraubling, baut ein neues Werk in Osteuropa. Nach detaillierten Analysen hat sich Debrecen in Ungarn als geeigneter Produktionsstandort herauskristallisiert. Anfang 2019 soll die neue Produktionsstätte in Betrieb gehen. 500 neue Arbeitsplätze sind geplant.

Eine Erweiterung der Auslandskapazitäten ist für den weltweit tätigen Anlagenhersteller für die Nahrungs- und Genussmittelindustrie äußerst wichtig. Für den Standort Debrecen sprachen vor allem die gute logistische Anbindung und Infrastruktur, sowie die gut ausgebildeten Fachkräfte in der Region und die Möglichkeit einer Zusammenarbeit mit der dortigen Universität. Am Standort in Debrecin wird Krones sowohl Maschinenbauteile fertigen als auch Montagen von Anlagenteilen durchführen. Die Investitionssumme liegt bei über 40 Mio Euro in den Jahren 2018 bis 2020. In dieser Investitionssumme sind nunmehr neben dem Grundstück und Gebäude auch Maschinen sowie die Betriebsausstattung enthalten.

 

Debrecen

Debrecen ist die zweitgrößte Stadt des Landes, eine Universitätsstadt, sowie Zentrum der ostungarischen Wirtschaft und Bildung – mit deutlichen Ambitionen noch weiter zu wachsen. Debrecen verfügt über einen internationalen Flughafen und ist mit dem Auto in nur zwei Stunden von der Hauptstadt Budapest zu erreichen.

 

Ausbau der globalen Präsenz – warum?

Eine Krones-Pressesprecherin hat uns heute folgende Erklärung zur Strategie des Konzerns zugeschickt:

Krones will und muss seine Präsenz weltweit noch stärker ausbauen und stabilisieren, was den globalen Footprint angeht. Um sich gegen Währungseffekte und Protektionismus abzusichern, muss Krones in der Produktion noch globaler werden.

Die Bereiche Abfüll-, Etikettier- und Verpackungstechnik bleiben nach wie vor in Deutschland gesteuert. Wegen der Skaleneffekte setzen wir auf einen starken deutschen Kern. Wir bauen jedoch  einen zusätzlichen Produktionsstandort, außerhalb Deutschlands, in Südosteuropa, nun Ungarn, auf. Dort sollen Produkte von niedriger Komplexität hergestellt werden. Zugleich bauen wir gemäß unserer Strategie eines Global Footprint die lokalen Kapazitäten für das Engineering und den Einkauf aus. In der Prozesstechnik müssen wir dezentral in den einzelnen Regionen und Ländern unterwegs sein, um schnell auf Kundenbedürfnisse reagieren zu können und um lokale Märkte noch besser bedienen zu können. Das gleiche gilt für das Thema Digitalisierung bzw. Logistik.

 

Pressemitteilung/MF

 

Das könnte Dich auch interessieren

30.04.2026 Bayern: Zahl der Arbeitslosen geht im April nur leicht zurück Normalerweise sorgt das Frühjahr für eine deutliche Entspannung am Arbeitsmarkt, doch diesmal blieb die erhoffte Belebung weitgehend aus. Arbeitslosenzahl sinkt nur minimal Nach Angaben der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg verringerte sich die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum März um 6.556 Personen auf insgesamt 322.747. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Punkte auf 29.04.2026 OTH Regensburg: AI Day macht Künstliche Intelligenz erlebbar Wie verlegt man ein perfektes Pflastermuster ganz ohne jahrelange Erfahrung im Handwerk? Beim AI Day an der OTH Regensburg genügte dafür ein Blick durch die Brille: Eine KI, entwickelt vom Team des Building Labs, zeigte in Echtzeit, wo der nächste Stein hingehört. Damit soll handwerkliche Arbeit nicht ersetzt werden, sondern gezielt unterstützt. Was für einige 23.04.2026 Regensburg: Girls’ Day 2026 bei AUMOVIO - Technik hautnah erleben Am 23. April 2026 öffnete AUMOVIO in Regensburg seine Türen für den Girls’ Day. Insgesamt 30 Mädchen erhielten die Gelegenheit, einen Tag lang Technik und Produktion kennenzulernen. Nach einem interaktiven Quiz zu AUMOVIO erkundeten die Teilnehmerinnen in kleinen Gruppen verschiedene Stationen am Standort. Eine spannende Fertigungsführung gab Einblicke in hochautomatisierte Produktionsabläufe und dort eingesetzte Technik.   Workshops 23.04.2026 Riedenburg: Brauhaus setzt auf Bierherstellung ohne fossile Energieträger Während vielerorts über steigende Energiepreise sowie geopolitische und strukturelle Herausforderungen diskutiert wird, geht das Riedenburger Brauhaus einen konkreten technischen Schritt: In der neuen Produktionsstätte entsteht ein Energiekonzept, das die Bierherstellung ohne fossile Energieträger ermöglichen soll. Laut Riedenburger Brauhaus ist damit die Substitution fossiler Energieträger in der Prozesswärme der Bierherstellung gemeint. Der Betrieb erfolgt laut Brauerei