Di., 23.06.2020 , 10:36 Uhr

Krise: Bayerische Industrieexporte eingebrochen

Die Exporte der bayerischen Metall- und Elektroindustrie haben sich im April gegenüber dem Vorjahr halbiert – vor allem wegen der Corona-Pandemie. Die Ausfuhren der Autobauer seien mit einem Rückgang von 95 Prozent fast ganz zum Erliegen gekommen, teilte die Vereinigung der bayerischen Wirtschaft am Dienstag in München mit. «Die Prognosen für Mai lassen ähnlich schlechte Werte befürchten», sagte Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

«In die USA als unseren größten Exportmarkt haben wir 57 Prozent weniger an Waren und Erzeugnissen ausgeführt», sagte er. Noch schlimmer sah es in Europa aus. Die Nachfrage in Großbritannien brach im April um 77 Prozent ein, in Spanien und Frankreich um 70 Prozent, in Italien um 64, in Österreich um 54 Prozent. In China lag das Minus bei 24 Prozent.

«In den aktuellen Außenhandelszahlen spiegeln sich zudem die Probleme bei den Lieferketten wider», sagte Brossardt. Der Import von Kfz-Teilen habe um 78 Prozent unter Vorjahr gelegen. Der Wirtschaft helfen würden jetzt Bürokratieabbau, Steuerentlastungen und niedrigeren Energiepreise.

dpa

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