Mi., 25.11.2020 , 17:49 Uhr

Krippenspiel in Corona-Zeiten: Kreative Lösungen sind gefragt

Krippenspiele gehören in Bayerns Pfarreien zu Weihnachten dazu – während der Corona-Pandemie sind aber auch dabei kreative Lösungen gefragt. Wie und ob die Krippenspiele möglich sind, sollen auch die Neuerungen des Ministerrates zeigen. Die Bistümer in Bayern haben aber schon einige Ideen, wie ein Krippenspiel unter Einhaltung der allgemeinen Hygieneregelungen, wie Mindestabstand, eine Mund-Nasen-Maske und kein gemeinsames Singen trotzdem möglich wäre. 

«Nichts lassen wir ausfallen. Stattdessen lassen wir uns etwas einfallen», brachte es der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer auf den Punkt.

Die Sprecher der bayerischen Bistümer und der Evangelischen Landeskirche verweisen aber auch darauf, dass noch unklar ist, wie sich die Situation in den kommenden Wochen entwickeln wird und welche neuen Regelungen eventuell hinzukommen. Auf ihren Internetseiten bieten die Kirchen Anregungen zu Weihnachten unter Corona-Auflagen.

Die Krippenspiele werden in diesem Jahr sicherlich anders aussehen als gewohnt, sagte ein Sprecher der Diözese Würzburg. So könnte die weihnachtliche Botschaft von verschiedenen Personen vortragen werden und einzelne Szene dazu pantomimisch dargestellt werden. Die Beteiligten könnten denn größeren Abstand zueinander halten. Eine interessante Variante sei, die Darsteller des Krippenspiels einzeln zu filmen und die Sequenzen zu einem Video zusammenzuschneiden. Dieses könnte dann in mehreren Gottesdiensten gezeigt werden.

Auch die Diözese Regensburg regt pantomimische Darstellungen oder Schattenspiele an und schlägt vor, das Krippenspiel könnte auch auf einem Platz im Freien aufgeführt werden. Es könnte auch ein Sprecher die Weihnachtsgeschichte vortragen und Kinder begleiten das mit Orff-Instrumenten klanglich.

Ein Sprecher der Diözese Passau berichtete, in einer Pfarrei soll das Krippenspiel neunmal vor jeweils weniger Publikum vorgeführt werden. Außerdem wolle ein regionaler Fernsehsender ein Krippenspiel an Heiligabend übertragen. Die Diözese Eichstätt schlägt auch vor, dass die Darsteller nacheinander auftreten könnten. Ähnliche Überlegungen gibt es in evangelischen Pfarreien. Möglich wäre auch, dass einzelne Figurengruppen wie die Engel oder die Hirten sowie Maria und Josef von Kindern gespielt werden, die ohnehin untereinander Kontakt haben.

Ein Sprecher der Evangelischen Landeskirche verweist auf die allgemeine Empfehlung, Gottesdienste an Weihnachten unter freiem Himmel stattfinden zu lassen und bilanziert: «Unsere große Linie ist: Wir wollen alles tun, um wunderschöne Weihnachtsgottesdienste zu feiern, allerdings ohne, dass Menschen in Gefahr geraten, sich zu infizieren.»

 

dpa/MB

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