Zwischen 12:00 und 13:00 Uhr führten die beiden Azubis einer Baufirma aus dem Landkreis Regensburg Sanitärarbeiten in einem Neubau in der Nelly-Sachs-Straße durch.
Im Erdgeschoss des Gebäudes lief währenddessen ein Notstromaggregat. Die beiden Jugendlichen arbeiteten im Dachgeschoss.
Durch die Abgase des im geschlossenen Raum abgestellten Aggregats kam es zu einer leichten Kohlenmonoxid-Vergiftung. Beide klagten über Übelkeit und starke Kopfschmerzen und wurden ins Krankenhaus gebracht. Dort wurden sie stationär zur Beobachtung aufgenommen.
Bei der Befragung im Krankenhaus gaben die beiden gegenüber der Polizei an, über mögliche Gefahren beim Betrieb eines Notstromaggregats belehrt worden zu sein. Sie hätten sich jedoch keine weiteren Gedanken gemacht.
Die Freiwilligen Feuerwehren Köfering und Gebelkofen waren vor Ort im Einsatz. Nach einer CO-Messung wurde die Baustelle wieder freigegeben.
Das Gewerbeaufsichtsamt wurde über den Vorfall informiert. Die weiteren Ermittlungen übernimmt die Polizeiinspektion Neutraubling. Derzeit gehen die Ermittler nicht von einem Fremdverschulden aus.
Die Polizei warnt eindringlich vor dem Betrieb von Verbrennungsmotoren oder Grills in geschlossenen oder schlecht belüfteten Räumen.
Kohlenmonoxid (CO) ist ein farb-, geruch- und geschmackloses, hochgiftiges Gas. Beim Einatmen kann es innerhalb kürzester Zeit zu schweren Vergiftungen oder sogar zum Tod führen.
PI Neutraubling / TVA Onlineredaktion