So., 25.04.2021 , 09:31 Uhr

Klimawald-Programm: Staatsforsten haben 1,5 Millionen neue Bäume gepflanzt

Die Staatsforsten haben in den vergangenen Monaten für das Klimawald-Programm der Staatsregierung 1,5 Millionen zusätzliche Bäume gepflanzt. In der kommenden Pflanzsaison vom Herbst 2021 bis zum Frühjahr 2022 sollen 1,2 Millionen zusätzliche Bäume gepflanzt werden, wie das Unternehmen am Freitag in Regensburg mitteilte. Hauptsächlich wurden Eichen, Tannen und Buchen gesät beziehungsweise gepflanzt.

Die Staatsforsten sind der größte deutsche Forstbetrieb und pflanzen ohnehin alljährlich mehrere Millionen Bäume. Bis Ende 2024 sollen nun über das Routineprogramm hinaus insgesamt sechs Millionen Jungbäume hinzukommen. Ziel ist es, den Umbau der bayerischen Wälder zu klimatoleranten und stabilen Mischwäldern zu beschleunigen.

In den vergangenen Jahren gab es auch im normalerweise regenreichen Bayern Dürreschäden in den Wäldern. Besonders betroffen ist Franken, wo es ohnehin weniger regnet als im Süden Bayerns. Bislang gibt es auch in den staatlichen Wäldern noch viele Flächen, auf denen eine Baumart dominiert. Häufig sind es Fichten, im Norden Bayerns gibt es auch große Kiefernwälder. Derartige Monokulturen soll es künftig nicht mehr geben.

In der nun beendeten Pflanzsaison waren mehr als die Hälfte der neuen Bäumchen Eichen. «Ausschlaggebend für den hohen Eichen-Anteil war eine starke Eichenmast im vergangenen Jahr», sagte ein Sprecher der Staatsforsten dazu. «Nach Möglichkeit streben wir mindestens vier verschiedene Baumarten auf einer Fläche an.»

Neben bisher schon verbreiteten Baumarten sollen auch seltenere Arten wie Elsbeere, Flatterulme, Esskastanie, Kirsche, Eibe, Feldahorn sowie Sommer- und Winterlinde gesetzt werden – mit regionalen Unterschieden. In Franken etwa sollen verstärkt die wärmeliebenden Edelkastanien oder auch Elsbeere und Kirsche zum Zug kommen.

dpa

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