Di., 06.06.2017 , 13:08 Uhr

Kind in Asylunterkunft erstochen: Erstmals Mutter vernommen

Nach dem tödlichen Angriff eines Asylbewerbers auf ein fünfjähriges Kind in einer Flüchtlingsunterkunft in Bayern ist am Dienstag erstmals die Mutter des Jungen vernommen worden. Sie war bei der Tat am Samstag ebenfalls verletzt worden und bisher nicht vernehmungsfähig. Die Ermittler versprechen sich von den Aussagen der Frau Hinweise auf die Hintergründe der Tat, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Regensburg mitteilte.

Der 41-jährige Afghane war ein verurteilter Straftäter und trug eine elektronische Fußfessel. Er hatte den Fünfjährigen aus noch ungeklärten Gründen in Arnschwang in der Oberpfalz in seine Gewalt gebracht und mit einem Messer tödlich verletzt. Während des folgenden Polizeieinsatzes gab ein Beamter insgesamt acht Schüsse auf den 41-Jährigen ab, der tödlich getroffen wurde. Die Staatsanwaltschaft geht bisher von einer Nothilfesituation aus. Die Ermittlungen hierzu führt das Landeskriminalamt. Es wird immer hinzugezogen, wenn Polizisten im Einsatz die Waffe benutzen.

Die 47 Jahre alte Mutter des Kindes erlitt bei der Auseinandersetzung mit dem Mann schwere, jedoch nicht lebensbedrohliche Schnittverletzungen. Der sechs Jahre alte Bruder des getöteten Kindes sah die Szene mit an und erlitt einen schweren Schock. Bei der Frau und ihren beiden Kindern handelt es sich um Asylbewerber aus Russland.

dpa/MF

Das könnte Dich auch interessieren

13.04.2026 Roding: Dieb klaut Pokémonkarten-Sammlung im Wert von 15.000 Euro „Schnappt sie euch alle!" - Das dachte sich auch ein Dieb in Roding als er in mehrere Kellerabteile einbrach. Ein Teil der Beute: hochwertige Sammlerkarten der weltbekannten Serie Pokémon. 13.04.2026 Traitsching: Müll illegal abgeladen - Polizei sucht Zeugen Die Polizeiinspektion Cham berichtet von einer illegalen Müllablagerung im Bereich Traitsching. In einem unbekannten Zeitraum in den vergangenen Tagen haben Unbekannte laut PI Cham eine größere Menge Sperrmüll in einem Feld bei Randlhof abgeladen. Der Müll landete nahe der Kreisstraße CHA 12 – und dort gehört Sperrmüll nun wirklich nicht hin. Laut Polizei fehlt von 11.04.2026 Rimbach: Verkehrskontrolle endet nach 300 Metern Fluchtversuch im Sturz Fluchtversuch nach Aufforderung zur Kontrolle Als die Polizei den Jugendlichen anhalten wollte, beschleunigte er sofort und versuchte zu flüchten. Nach rund 300 Metern verlor der 17-Jährige die Kontrolle über sein Leichtkraftrad und stürzte. Nach Angaben der Polizei wurde der Fahrer dabei nicht verletzt. Auch am Fahrzeug oder an anderen Gegenständen entstand kein weiterer Schaden. Alkoholgeruch 10.04.2026 Polizei warnt vor aktuellen Callcenter-Betrügern im Landkreis Cham Seit heute Mittag kommt es im Landkreis Cham insbesondere in Furth im Wald vermehrt zu betrügerischen Telefonanrufen. Die Polizei warnt vor den verschiedenen Maschen der Betrüger!