Sa., 13.10.2018 , 12:52 Uhr

Kelheim: Zwei Unfälle mit Schwerverletzten

Gleich zwei Unfälle mit Schwerverletzten passierten im Landkreis Kelheim. Der eine mit einem Fahrradfahrer, der andere mit einem wohl betrunkenen Autofahrer.

 

Kelheim

Am Freitag, 12.10.2018, gegen 15.25 Uhr befuhr ein auswärtiger 75-jähriger Fahrradfahrer die Hienheimer Straße stadteinwärts. Im weiteren Verlauf fuhr der Herr ohne auf den Verkehr zu achten, trotz Stoppschild in eine Kreuzung ein und wurde hier von einem 80-jährigen Pkw Fahrer erfasst, über die Motorhaube und dann auf den Asphalt geschleudert. Der Fahrradfahrer wurde schwer verletzt und musste nach der Erstversorgung im Kelheimer Krankenhaus in ein Regensburger Krankenhaus weiterverlegt werden. Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes leisteten Passanten vorbildlich Erste Hilfe. An den Fahrzeugen entstand ein Schaden von ca. 2.500 Euro.

 

Riedenburg

Am Samstag, 13.10.2018, gegen 7.30 Uhr befuhr ein 22-jähriger Riedenburger mit seinem Kleinwagen die Staatsstraße 2231 von Hexenagger kommend in Richtung Riedenburg. Wenige hundert Meter vor dem Ortseingang verlor der junge Mann in einer langgezogenen Rechtskurve die Herrschaft über seinen Pkw, fuhr auf der Gegenfahrbahn geriet dort auf den Grünstreifen und fuhr im weiteren Verlauf über die Böschung gegen einen Baum. Der Fahrer wurde schwer verletzt hinterm Steuer eingeklemmt. Gegenüber dem hinzugekommenen Ersthelfer gab er an, dass er noch mehrere Freunde im Auto hatte. Da diese Aussage nicht verifiziert werden konnte, wurden vorerst umfangreiche Suchmaßnahmen eingeleitet,  da nicht auszuschließen war, dass sich im Schock befindliche, verletzte Personen im näheren Umfeld umherirren. Hierzu waren mehrere Polizeistreifen und ein Polizeihubschrauber eingesetzt.

Der mittlerweile von der Feuerwehr Riedenburg geborgene Fahrer wurde mit schweren Verletzungen mit dem Rettungshubschrauber in ein Ingolstädter Krankenhaus geflogen.

Da intensive Ermittlungen hinsichtlich der angeblichen Mitfahrer im nahen Familien- und Bekanntenkreis ohne weiterführende Erkenntnisse verliefen, wurden die Suchmaßnahmen um 9.45 Uhr eingestellt. Es ist anzunehmen, dass die Aussage des Verletzten im Schock getätigt wurde bzw. dies eine Schutzbehauptung darstellte. Da der Verdacht auf Alkoholgenuss bestand, wurde bei dem Fahrer eine Blutentnahme angeordnet.

Der Gesamtschaden an Pkw und Leitpfosten / Baum beläuft sich auf ca. 10.000 Euro.

Die Staatsstraße 2231 war bis 10 Uhr in beiden Richtungen komplett gesperrt. Vor Ort waren Rettungskräfte der FFW Riedenburg, BRK und Notarzt mit Rettungshubschrauber eingesetzt. Die Straßenmeisterei kümmerte sich um die Reinigung und Beschilderung der Unfallstelle.

 

PM/EK

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