Dem Gesundheitsamt Kelheim liegen inzwischen die Ergebnisse der Wasserproben aus der Donau vor. Bei der Untersuchung der Wasserproben wurden zwar Cyanobakterien („Blaualgen“) nachgewiesen. Die Analysen lieferten allerdings keinen Hinweis auf ein Massenvorkommen von toxinbildenden Arten.
Ein Zusammenhang mit den Erkrankungen der Personen, die sich beim Gesundheitsamt Kelheim gemeldet haben, kann nicht ausgeschlossen werden.
Das Gesundheitsamt Kelheim rät daher bis auf weiteres vom Schwimmen und Baden von Menschen und Tieren (insbesondere von Hunden) in der Donau ab.
Cyanobakterien sind Teil der natürlichen Lebensgemeinschaften in stehenden und fließenden Gewässern und stellen normalerweise keine Gefahr für die menschliche Gesundheit dar. Allerdings kann es unter bestimmten Bedingungen zu einem massenhaften Vorkommen kommen.
Die Situation an der Donau wird vom Gesundheitsamt weiterhin beobachtet. Das Landratsamt Kelheim wird zu neuen Erkenntnissen zu gegebener Zeit informieren.
Beim Gesundheitsamt Kelheim haben sich inzwischen zwei Personen gemeldet, die Symptome einer Blaualgen-Vergiftung mitteilten.
Beide Betroffene waren kürzlich im Rahmen einer Bootsfahrt zwischen Vohburg und Kelheim längere Zeit im Wasser und litten hinterher an typischen Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Die Personen sind aber zwischenzeitlich wieder genesen.
Insofern hat sich der Verdacht einer Blaualgenblüte in der Donau weiter erhärtet. Der Nachweis von Blaualgen in den Wasserproben steht aktuell jedoch noch aus.
Vom Baden in der Donau wird weiterhin für Mensch und Tier dringend abgeraten. Das Landratsamt Kelheim wird zu neuen Erkenntnissen zu gegebener Zeit informieren.
Blaualgen als mögliche Ursache
Nach Angaben des Gesundheitsamtes besteht der Verdacht, dass Blaualgen (Cyanobakterien) für die Erkrankungen verantwortlich sein könnten. Diese Bakterien können Gifte bilden, die sowohl für Tiere als auch für Menschen gefährlich werden können.
Aufgrund der bisherigen Erkenntnisse ist derzeit von einem möglichen Befall der Donau auszugehen.
Gesundheitsamt rät von Baden ab
Bis weitere Erkenntnisse vorliegen, wird empfohlen, nicht in der Donau zu schwimmen oder zu baden. Außerdem sollten Tiere kein Donauwasser trinken.
Wasserproben werden untersucht
Das Gesundheitsamt Kelheim wird entlang des Donauverlaufs mehrere Wasserproben entnehmen und untersuchen. Mit ersten Ergebnissen wird frühestens Ende der Woche gerechnet.
Pressestelle Landratsamt Kelheim / FH