Mo., 18.05.2026 , 16:29 Uhr

Karlsruhe: Bundesverfassungsgericht prüft Bayerns Polizeiaufgabengesetz im Juli

Das Bundesverfassungsgericht befasst sich im Juli mit mehreren umstrittenen Regelungen des Bayerischen Polizeiaufgabengesetzes.

Deutschlands höchstes Gericht verhandelt am 7. und 8. Juli über verschiedene Änderungen. Ein Urteil wird erst einige Monate später erwartet. Im Fokus stehen Befugnisse der bayerischen Polizei, die es ihr ermöglichen, bereits im Vorfeld konkreter Gefahren aktiv zu werden.

„Drohende Gefahr“ und langer Polizeigewahrsam

Kritiker sehen in der sogenannten „drohenden Gefahr“ eine zu niedrige Eingriffsschwelle. Aus ihrer Sicht verletzt diese Regelung unter anderem den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit.

Zudem geht es um den präventiven Polizeigewahrsam, der inzwischen bis zu zwei Monate dauern kann. Auch der mögliche Einsatz von Handgranaten steht zur Prüfung – selbst dann, wenn Unbeteiligte mit hoher Wahrscheinlichkeit gefährdet werden könnten.

Verfassungsbeschwerde und abstrakte Normenkontrolle

Dem Ersten Senat unter Vorsitz von Gerichtspräsident Stephan Harbarth liegt sowohl eine Verfassungsbeschwerde als auch ein Antrag auf eine sogenannte abstrakte Normenkontrolle vor. Dabei überprüft das Gericht die Verfassungsmäßigkeit einer gesetzlichen Regelung umfassend unter allen relevanten Gesichtspunkten.

Die Initiative dafür kam 2018 von Bundestagsabgeordneten von FDP, Linke und Grünen, die sich in einer ungewöhnlichen „Allianz für den Rechtsstaat“ zusammengeschlossen hatten.

Reaktion aus Bayern

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zeigte sich damals „gelassen und überrascht“ über die parteiübergreifende Initiative.

Nun liegt die Entscheidung beim Bundesverfassungsgericht, ob die umstrittenen Regelungen des Bayerischen Polizeiaufgabengesetzes mit dem Grundgesetz vereinbar sind.

dpa / MF

Das könnte Dich auch interessieren

21.09.2026 Tschechien entlastet Autofahrer an der Tankstelle Aufgrund der hohen Energiepreise hat die tschechische Regierung ein Maßnahmenpaket beschlossen, um Autofahrer an der Tankstelle zu entlasten. Vom 1. Oktober an werde wieder ein Preisdeckel für Benzin und Diesel eingeführt, teilte Finanzministerin Alena Schillerova mit. Die Vorgaben sollen täglich aktualisiert werden. Zugleich werde die Verbrauchsteuer auf Diesel auf 8,011 Kronen (33 Eurocent) je Liter 21.09.2026 Wildenberg: Flammen zerstören Haus – Feuerwehrmann verletzt Bei einem Hausbrand in Wildenberg ist am Freitagnachmittag hoher Schaden entstanden. Die Flammen griffen von einem Gebäudeteil mit angrenzender Werkstatt auf das Wohnhaus über. Der Dachstuhl brannte vollständig aus. Haus nicht mehr bewohnbar Die Bewohner waren nicht zu Hause. Ein Feuerwehrmann erlitt eine Rauchgasvergiftung und kam ins Krankenhaus. Der Schaden liegt im mittleren sechsstelligen Eurobereich. 21.09.2026 Bahn-Sanierung zwischen Obertraubling und Passau im Plan Die Sanierung der Bahnstrecke von Obertraubling (Landkreis Regensburg) nach Passau verläuft nach Angaben der Deutschen Bahn planmäßig. Reisende könnten nun wieder mit dem Regionalexpress 3 täglich zwischen München und Plattling unterwegs sein – und zwar stündlich. Auch die RB 33 zwischen München und Landshut fahre wieder regulär. Zwischen Plattling und Passau wird der Zugverkehr allerdings 21.09.2026 Furth im Wald: Ein Besuch im Rotlichtmilieu ohne Happy End Um Mitternacht kontrollierten Fahndungskräfte ein Auto am Grenzübergang Furth im Wald bei der Einreise. Der 59-jährige Fahrer gab an, seine Begleiterin arbeite in Tschechien im Rotlichtmilieu und sie seien auf dem Weg zu ihm nach Hause. Da die 28-Jährige über keine gültigen Grenzübertrittsdokumente verfügte, verweigerten die Beamten ihr die Einreise. Die Bundespolizeiinspektion Waldmünchen ermittelt gegen