Mi., 17.09.2014 , 13:50 Uhr

Justiz: Wohin fließt das Geld?

Wohin fließen Gelder aus eingestellten Strafverfahren, wie zum Beispiel im Fall Bernie Ecclestone? Diese Frage haben sich sicher schon viele Menschen in Ostbayern gestellt.

Eine neue Webseite gibt jetzt Auskunft zu den Beträgen. Grundsätzlich entscheidet der Richter im jeweiligen Verfahren, was z.B. mit der Geldstrafe passiert, durch die das Verfahren schließlich eingestellt wird. Dabei kommen die oft nicht einmal unerheblichen Beträge in der Regel sozialen Einrichtungen, wie zum Beispiel der Drogenhilfe oder der Familienberatung zugute. Bisher waren diese Daten nicht leicht einsehbar, jetzt hat eine Gemeinschaft von Journalisten namens „Correctiv“ die Beträge und die Organisationen die davon profitieren im Internet veröffentlicht.

Unter https://spendengerichte.correctiv.org/ erreicht man die Datenbank.

Daraus geht unter anderem hervor, dass in Regensburg von 2011 bis 2013 rund 57.000 Euro an die Katholische Jugendfürsorge der Diözese geflossen sind, während andere Einrichtungen weit weniger finanzielle Zuwendungen erhalten haben.

Die Initiatoren der Datenbank hoffen, dass durch die Veröffentlichung der Daten auf mögliche unverhältnismäßige Verteilungen seitens der Gerichte aufmerksam gemacht wird.

MF

correctiv daten datenbank geld gelder gerichte richter spenden verteilung

Das könnte Dich auch interessieren

13.03.2026 Maxhütte-Haidhof: Knochenfund gibt Rätsel auf – Kripo ermittelt wegen ungeklärtem Todesfall Am Freitag, 20. Februar 2026, sind bei Waldarbeiten in einem Waldstück bei Ibenthann menschliche Knochen entdeckt worden. 13.03.2026 Heute Abend im Programm 12.03.2026 Bayern: Landesweiter Probealarm am 12. März 2026 testet Sirenen, Warn-Apps und Cell Broadcast Am Donnerstag, 12. März 2026, findet ab 11:00 Uhr im gesamten Freistaat Bayern der landesweite Probealarm statt. 09.03.2026 Neumarkt i.d. Opf./Leipzig: Lange Haftstrafen für Mord auf Bahngleis bestätigt Sie schlugen einen Mann bewusstlos und legten ihn auf ein Bahngleis. Dort überrollte ihn ein Zug. Jetzt steht fest, dass zwei Männer dafür lange ins Gefängnis müssen.