Julika Birnkammer wechselte vor zwei Jahren vom TSV Schwabmünchen als Juniorennationalspielerin an die Donau. Dort fasste die Linkshänderin sofort Fuß und erzielte in ihrer Premierensaison für die Bunkerladies 116 Feldtore in 30 Partien. In der laufenden Saison machte Birnkammer nochmals einen Sprung und weist mit 95 Feldtoren in 19 Spielen aktuell ligaweit die beste Ausbeute auf. „Das weckt natürlich Begehrlichkeiten. Uns war klar, dass es schwer werden würde, Julika gegen Angebote der höherklassigen Konkurrenz zu verteidigen. Dass es trotzdem eine sehr schwierige Entscheidung für sie war, spricht für das Team und natürlich auch den ESV“, sagt der Sportliche Leiter Robert Torunsky. „Dass sie jetzt mit Oldenburg einem zu einem aktuellen Europapokal-Teilnehmer wechselt, freut uns für Julika und spricht für die Arbeit unseres Trainerteams.“ Auch ESV-Chefcoach Bernhard Goldbach sieht den Karriereschritt mit einem weinendem und einem lachenden Auge: „Wir hätten Julika natürlich liebend gerne bei uns behalten, denn wir sind uns sicher, dass ihre Entwicklung noch nicht beendet ist. Sie kam als Drittliga- und Jugendbundesligaspielerin zu uns und ist zu einer absoluten Topspielerin in der 2. Liga geworden.“ Der Übungsleiter schätzt neben ihrer Durchschlagskraft auch Birnkammers Flexibilität in der Deckung, sowohl auf der Halbposition als auch als vorgezogene Abwehrspielerin. „Obwohl sie eine eher ruhige Vertreterin ist, ist sie ein geselliger Mensch, der in der Mannschaft einen hohen Stellenwert genießt“, sagt Goldbach. Die ESV-Verantwortlichen versprechen, dass bei den Bunkerladies die Tür für Julika Birnkammer immer offenstehen wird, wenn sie Heimweh nach dem schönen Bayern verspüren sollte.
Auch über ein Wiedersehen mit Lisa Opitz würde man sich an der Dechbettener Brücke freuen. Die Kreisläuferin war vor Saisonbeginn vom Drittligisten HSG Blomberg-Lippe II gekommen und erzielte bislang 16 Treffer in 19 Einsätzen. „Lisa ist eine sehr fleißige und wissbegierige Spielerin sowie eine absolute Teamplayerin, die in der kurzen Zeit schon ihre Fußstapfen in Regensburg hinterlassen hat, da sie neben den handballerischen Qualitäten einfach ein toller Mensch ist. Sie hat es damals als Challenge gesehen, den Schritt in die 2. Liga zu gehen und diese mit Bravour bestanden. Wir sind froh, sie im Team zu haben und hoffen, auch das letzte Saisondrittel gemeinsam positiv zu gestalten“, sagt Bernhard Goldbach. Robert Torunsky ergänzt: „Wie schnell Lisa die Umstellung auf die deutlich höhere Trainings- und vor allem Spielintensität im Sommer geschafft hat, nötigt mir größten Respekt ab. Sie ist ein sehr angenehmer Mensch und ich freue mich sehr, dass sie mit den Kurpfalz Bären einen sympathischen Verein gefunden hat, der sportlich, beruflich und privat gut passt.“
Lisa Opitz: „Ich bin dem ESV sehr dankbar für die Zeit hier in Regensburg. Ich habe mich sportlich weiterentwickelt, aber vor allem menschlich auch viel mitgenommen. Das Team und alle drumherum sind mir enorm ans Herz gewachsen, weshalb mir die Entscheidung, den Verein zu verlassen, alles andere als leichtgefallen ist. Wir haben jetzt gemeinsam noch elf Spiele zu gehen. Bis zum letzten Spiel werde ich alles geben, die bestmögliche Platzierung in der Liga zu erreichen und den Bunker bei den Heimspielen zum Beben zu bringen. Danach startet für mich mit dem Referendariat ein neuer Abschnitt, weshalb ich meinen Fokus auf die Berufliche Karriere und mein privates Umfeld lege. Der Abschnitt fällt mir nicht leicht, aber ich gehe mit einem guten Gefühl und vielen schönen Erinnerungen.“
Julika Birnkammer: „Die Entscheidung, den ESV zu verlassen, ist mir alles andere als leichtgefallen. In den zwei Jahren, in denen ich hier gespielt habe, ist mir das ganze Team unglaublich ans Herz gewachsen und ich habe wunderschöne Momente mit tollen Menschen erlebt. Sportlich hat hier alles gepasst – vom Team über das Team um das Team bis hin zu meiner eigenen sportlichen Entwicklung. Ich durfte erleben, ohne Druck und mit viel Unterstützung an die Aufgabe in der 2. Liga herangeführt zu werden und mich langsam hineinarbeiten zu können. Für alle Erlebnisse und Menschen, die ich in Regensburg getroffen und die sportliche Chance bin ich unglaublich dankbar und werde das alles in meinem Herzen behalten. Das Angebot vom VfL Oldenburg bietet mir jetzt die Möglichkeit, den Weg in die 1. Liga einzuschlagen und somit einen weiteren Schritt in meiner sportlichen Karriere gehen zu können. Mir fällt es nicht leicht, mein Team zu verlassen, aber ich freue mich sehr auf die neuen Herausforderungen in Oldenburg.“