Mi., 12.06.2019 , 08:30 Uhr

Judo: Abensberg muss nach Speyer - erneute Kritik am Verband

Die Judoka des TSV Abensberg müssen am Wochenende in Speyer antreten – doch mit dem Duell alleine ist nicht alles gesagt. Der TSV Abensberg äußert Kritik am Verband aufgrund der Terminierungen.

Die Pressemitteilung des TSV Abensberg im Wortlaut:

 

Schon ein Blick auf die derzeit aktuelle Tabelle der Judobundesliga zeigt welch ein Verwirrspiel die Judobundesliga 2019 darstellt.

Nach sechs Kampftagen findet man in der Tabelle Vereine mit 3 absolvierten Kämpfen und andere mit 6 vollzogenen Kämpfen. Während Esslingen mit 4 gewonnen Kämpfen und 8 Punkten souverän Tabellenführer ist, folgt den Württembergern der JC Speyer mit 5 Kämpfen und 7 Punkten auf Platz 2.

Platz 3 belegt der TSV Abensberg mit 3 Kämpfen und 6 Punkten, während Rüsselsheim mit 6 Kämpfen und ebenfalls 6 Punkten auf Rang vier folgt. Nun kommt Kampftag Nr. 7. Kampftag 8 findet dann in mehr als 4 Monaten statt. Ein außenstehender Beobachter erkennt hier sicher keinen sportlichen Wert und findet diese Strukturen erklärbar.

 Klare Prämisse für den deutschen Rekordmeister am kommenden Samstag beim Tabellenzweiten zu gewinnen, wenn möglich sehr hoch, denn nur so kann man noch zum KSV Esslingen aufschließen. In Zahlen heißt dies, man muss derzeit 12 Einzel-Siegpunkte zum Tabellenführer aufholen, um bei Gleichheit der gewonnenen Begegnungen von dem direkten Duell am 8. Kampftag (21. September) in eigener Halle zumindest mit einem egalisierten Rückstand angreifen zu können.

Da letztendlich jeder einzelne Siegpunkt darüber entscheidet ob man nun Südmeister wird und im Halbfinale auf den vermeintlich leichteren Gegner trifft, kommt den Entscheidungen des Bundestrainers, Nationalkämpfer für Kampftag zu sperren oder nicht eine maßgebliche Bedeutung zu.

Man kann natürlich nachvollziehen dass man EM nominierte Sportler eine Woche vor der Europameisterschaft nicht in der Liga kämpfen sehen will, überhaupt keine Frage. Man kann andererseits aber nicht nachvollziehen, dass man von Seiten des DJB, der den Terminplan mit dem Bundestrainer erstellt, einen Bundesligatermin festlegt, der eine Woche vor der EM stattfindet.

So trifft den TSV Abensberg nun schon wieder die Sperre aller Nationalkämpfer, die in zwei Wochen bei der Europameisterschaften in Minsk an den Start gehen. Mit Blick auf die Punktesituation in der derzeitigen Tabelle, kann man hier nicht mehr von gleichen Bedingungen für alle Vereine sprechen. Im Gegenteil, es werden diejenigen bestraft die genau diese Leistungsträger im DJB hervorbringen bzw. unterstützen. Wenn sich Sponsoren reihenweise zurückziehen muss man sich nicht wundern.

Wenn man nach Erklärungen sucht, warum sich jedes Jahr mehr Vereine von dieser Liga abmelden so findet man hier sicherlich einen nachvollziehbaren Grund, denn das ist nicht mehr vermittelbar.

Da man beim TSV Abensberg jahrzehntelang damit konfrontiert, ist entstand aus solchen Situationen häufig  eine „jetzt erst Recht“ Reaktion.

Beim Judoclub Speyer ist man mit derartigen Problemen nur am Rande belastet. Nichts desto trotz sieht man beim frischgebackenen Tabellenzweiten eine kontinuierliche Aufwärtsentwicklung. Nach Auf und Abstieg konnte man sich die letzten beiden Jahre stabilisieren und ein sehr schlagkräftiges Team auf die Beine stellen. „Wir ziehen den Hut vor der sportlichen Entwicklung in Speyer“ so der Abensberger Abteilungsleiter Martin Oberndorfer, der in den Domstädtern eine neue Größe in der Judobundesliga heranwachsen sieht.

Nach Auswärtssiegen in Leipzig und Offenbach, sowie zu Hause gegen Erlangen und einem Remis gegen Rüsselheim steht nur eine Niederlage gegen Meisterschaftsfavorit Esslingen zu Buche. Vollkommen verdient rangieren sie auf dem zweiten Tabellenplatz der Liga, was nach Stand heute die Berechtigung zu Finalteilnahme bedeutet.

Für den TSV Abensberg, der ja noch gegen Tabellenführer Esslingen antreten muss heißt dies klar und deutlich, dass man nur mit einem Sieg in Speyer die Finalteilnahme erreichen kann. Dass alle EM Starter wie Karl Richard Frey oder Sebastian Seidl dem TSV hier weiterhelfen könnten ist selbstredend aber leider nicht möglich.

Nun muss man natürlich mit dem verbleibenden Team versuchen nicht nur zu gewinnen, sondern auch alles daransetzen die 12 Siegpunkte Rückstand gegen Esslingen zu reduzieren. Es wird eine spannende Begegnung mit offenem Ausgang. Da bleibt nicht mehr viel Spielraum Nachwuchskämpfern risikofreie Einsätze zu ermöglichen.

Das könnte Dich auch interessieren

17.08.2026 Mehr als 26 Heimspiele: Eisbären starten Tagesticketverkauf Die neue Spielzeit beginnt in Regensburg am Freitag, 18. September, um 20:00 Uhr mit dem Saisoneröffnungsheimspiel gegen die Bietigheim Steelers. Besondere Aufmerksamkeit gilt erneut den bayerischen Nachbarschaftsduellen. Der EV Landshut gastiert am Sonntag, 27. September, sowie am Mittwoch, 23. Dezember in Regensburg. Die Heimderbys gegen die Blue Devils Weiden finden am Dienstag, 17. November, und 15.07.2026 Handball: Sabrina Lipp wechselt zum ESV 1927 Regensburg Die Pressemitteilung: In der Healthcare-Region Regensburg fand sie eine Anstellung bei Eden Reha in Donaustauf. „Wir freuen uns, dass Sabi unseren Perspektivkader verstärkt. Sie ist ehrgeizig und schnell und dazu ein sehr angenehmer Charakter“, beschreibt Trainer Bernhard Goldbach die 1,75 Meter große Rechtshänderin. Nach einigen Saisons in der 3. Liga schaffte Lipp mit Gröbenzell 2023 14.07.2026 Regensburger Ruder-Klub richtete Schulregatta aus Die Pressemitteilung: An die 70 Schülerinnen und Schüler, worunter sich auch Gäste aus Nürnberg und Lauingen befanden, kämpften bei der diesjährigen Schulregatta, die der Regensburger Ruder-Klub seit 2006 veranstaltet, um den Wanderpokal der Regensburger Schulen. Zahlenmäßig dominierend waren die Ruderer und Ruderinnen des Albertus-Magnus-Gymnasiums, das Stützpunktschule für Rudern ist. Was es damit auf sich hat, 30.06.2026 Regensburg: Phoenix empfängt Tabellenführer Schwäbisch Hall Unicorns Die Regensburg Phoenix stehen am Samstag vor der nächsten großen Herausforderung in der effect® ENERGY GFL. Im städtischen Stadion am Weinweg empfängt das Team die Schwäbisch Hall Unicorns, den bislang ungeschlagenen Tabellenführer der GFL Süd. Der Kickoff ist um 16 Uhr. Tabellenführer reist mit breiter Brust an Die Schwäbisch Hall Unicorns reisen nach ihrem 28:0-Erfolg