Di., 10.12.2019 , 14:57 Uhr

Innenminister kündigt stärkere Polizeipräsenz in Innenstädten an

Nach der tödlichen Attacke von Jugendlichen auf einen Mann in Augsburg und dem Messerangriff auf einen Münchner Polizisten verstärkt die Staatsregierung die Polizeipräsenz in Innenstädten. Zudem soll die Videoüberwachung auf öffentlichen Plätzen und im öffentlichen Nahverkehr weiter ausgebaut werden.

Insbesondere jetzt in der Vorweihnachtszeit werde man in den Städten und auf Weihnachtsmärkten sichtbar mit noch mehr Polizeibeamten präsent sein, kündigte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) nach einer Kabinettssitzung am Dienstag in München an. Die Beamten will er währendessen aus anderen Bereichen abziehen: bei der Bereitschaftspolizei beispielsweise oder auch bei der Grenzpolizei.

Man reagiere damit auf die zunehmende Beunruhigung vieler Menschen, sagte Herrmann. Er stellte aber auch klar: Ungeachtet der aktuellen Gewalttaten sei das Sicherheitsniveau in Bayern weiter gestiegen. Auch der Trend für 2019 sehe so aus, dass die Gesamtkriminalität weiter zurückgehe. Es gebe deshalb keinen Anlass, aus den aktuellen Fällen nun «eine grobe Verschlechterung des Sicherheitsniveaus abzuleiten – das Gegenteil ist insgesamt der Fall», sagte Herrmann.

Herrmann kündigte deshalb an, dass die Polizei auch in den kommenden Wochen die Balance wahren werde. Wenn Menschen einen Weihnachtsmarkt besuchten, wollten sie auch nicht den Eindruck haben, einen Hochsicherheitsbereich zu betreten, argumentierte er. Zugleich betonte er, dass es hundertprozentige Sicherheit nie geben werde. «Ein Einzeltäter mit psychischen Störungen, der aus heiterem Himmel einen anderen Menschen angreift – das ist etwas, wogegen es keine hundertprozentige Absicherung geben wird und geben kann.» Dennoch unternehme man alles, um die Bürger bestmöglich zu schützten.

Herrmann kündigte deshalb auch einen weiteren Ausbau der Videoüberwachung auf öffentlichen Plätzen und im öffentlichen Nahverkehr an. Die Zahl der Kamerasysteme in großen Städten, die von der Polizei selber betrieben werden, sei seit Anfang 2017 von 32 auf 75 gestiegen. Hinzu kämen mobile Einheiten etwa für Volksfeste – und mehrere tausend Kameras, die von Verkehrsbetrieben oder Kommunen betrieben werden. Insgesamt solle die Zahl weiter steigen, sagte Herrmann. Damit werde sich das Kabinett im Januar befassen.

«Es ist klar, dass wir nicht beabsichtigen, dass an jeder Straßenecke eine Videokamera steht», betonte Herrmann. Aber vor allem an Brennpunkten mit mehr Kriminalität werde man diese weiter ausbauen.

dpa

Das könnte Dich auch interessieren

22.08.2026 Straubing: 53-Jähriger stirbt nach schwerem Verkehrsunfall Am Freitagnachmittag ist es in der Schlesischen Straße in Straubing zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen. Ein 53 Jahre alter Autofahrer kam von der Straße ab und prallte gegen ein geparktes Auto sowie mehrere Gartenzäune. Der Mann starb später im Krankenhaus. 20.08.2026 Erst Ampel und Schilder geklaut, jetzt Bagger-Spritztour – was ist nachts im Landkreis Cham los? Vier bislang unbekannte Jugendliche sollen in Pösing im Landkreis Cham einen abgestellten Bagger in Betrieb genommen und damit eine nächtliche Spritztour unternommen haben. Dabei entstanden rund 2.000 Euro Sachschaden. Als die Polizei eintraf, flüchteten die Jugendlichen zu Fuß.   Jugendliche starten 3,5 Tonnen schweren Bagger Der Vorfall in Pösing ereignete sich in der Nacht von 20.08.2026 Laaber: Heftiger Regen auf der A3 – Auto schleudert vor Sattelzug Am Mittwochmorgen ist es auf der A3 zwischen Laaber und Nittendorf zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Auto und einem Lastwagen gekommen. Als mögliche Ursache gilt laut Polizei Aquaplaning bei starkem Regen. Verletzt wurde niemand.   Auto gerät auf der A3 ins Schleudern Gegen 7:08 Uhr war eine 26-Jährige mit ihrem Auto auf dem linken Fahrstreifen 17.08.2026 Freystadt: 17-Jähriger stirbt nach Sprung in den Main-Donau-Kanal Ein 17-Jähriger ist nach einem Sprung von einer Brücke in den Main-Donau-Kanal bei Freystadt gestorben. Taucher der Wasserwacht konnten den Jugendlichen aus dem Wasser bergen. Trotz sofortiger Wiederbelebungsmaßnahmen starb er später in einem Krankenhaus.   17-Jähriger springt von Brücke in den Main-Donau-Kanal Der Vorfall ereignete sich am Samstagnachmittag, 15. August. Der 17-Jährige aus Allersberg sprang