Do., 07.05.2026 , 12:40 Uhr

Initiative für dauerhafte ME/CFS-Versorgung in Ostbayern

26 Abgeordnete bringen Resolution für spezialisierte Fachambulanz am Universitätsklinikum Regensburg auf den Weg

Resolution initiiert

Die gesundheitliche Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Myalgischer Enzephalomyelitis / Chronischem Fatigue-Syndrom (ME/CFS) rückt verstärkt in den politischen Fokus. Der Regensburger Bundestagsabgeordnete Peter Aumer sowie die Landtagsabgeordneten Jürgen Eberwein und Patrick Grossmann haben gemeinsam mit zahlreichen ostbayerischen Kolleginnen und Kollegen aus Bundes- und Landespolitik eine Resolution zur dauerhaften Finanzierung einer spezialisierten ME/CFS-Ambulanz für Ostbayern am Universitätsklinikum Regensburg initiiert.


Über die Krankheit

ME/CFS und andere postvirale Erkrankungen sind schwerwiegende chronische Multisystemerkrankungen, die für viele Betroffene mit dauerhafter Erwerbsunfähigkeit, sozialer Isolation und einem erheblichen Verlust an Lebensqualität einhergehen. Trotz des hohen Leidensdrucks besteht weiterhin eine unzureichende Versorgungsstruktur.

Am Universitätsklinikum Regensburg wurde in den vergangenen Jahren bereits eine spezialisierte interdisziplinäre Ambulanz aufgebaut. Diese hat gezeigt, dass eine qualifizierte und strukturierte Versorgung medizinisch möglich, wirksam und notwendig ist. Mit dem Auslaufen einer befristeten Projektförderung musste das Angebot jedoch eingestellt werden – nicht aufgrund mangelnder Nachfrage oder fehlender Expertise, sondern wegen fehlender dauerhafter Finanzierungsstrukturen.
Dazu Bundestagsabgeordneter Peter Aumer (CSU) :


"Eine Gesundheitsversorgung, die bei chronischen Multisystemerkrankungen von Projektlaufzeiten abhängig ist, wird der Versorgungsrealität nicht gerecht. Wir brauchen endlich verlässliche Strukturen für die Betroffenen.“

Anschubfinanzierung bereits gesichert

Ein wichtiger erster Schritt ist bereits gelungen: Für die Einrichtung der ME/CFS-Ambulanz wurden 400.000 Euro aus der Fraktionsinitiative des Bayerischen Landtags bereitgestellt. Diese Mittel dienen der Anschub- und Ausstattungsphase, dem Aufbau der notwendigen Strukturen sowie der personellen und organisatorischen Implementierung.

Das vom Universitätsklinikum Regensburg erarbeitete Konzept bildet die fachliche Grundlage für die Einrichtung der Ambulanz. Von Beginn an war jedoch klar, dass diese Anschubfinanzierung keine dauerhafte Lösung ersetzt. Ziel ist daher eine nachhaltige Finanzierung im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung.
Dazu Bundestagsabgeordneter Peter Aumer (CSU) :

"Wir haben gezeigt, dass politischer Wille, fachliche Expertise und konkrete Finanzierungsschritte zusammenkommen können. Jetzt müssen wir den nächsten Schritt gehen und die Versorgung dauerhaft absichern.“

Engagement aus der Region als treibende Kraft

Ein wesentlicher Impuls für die Initiative ging auch von der Regensburger Stadträtin Kathrin Fuchshuber von der Selbsthilfegruppe ME/CFS Regensburg aus. Sie hat die Anliegen der Betroffenen mit großem Engagement in den politischen Prozess eingebracht. Hintergrund ist auch ihre persönliche Betroffenheit: Ihre Tochter leidet selbst an ME/CFS.

 

Resolution fordert strukturelle Lösung bis Ende 2026

Mit der eingebrachten Resolution fordern die unterzeichnenden Abgeordneten die gesetzlichen Krankenkassen auf:

Dazu Landtagsabgeordneter Patrick Grossman (CSU) :


„Unser Ziel ist eine dauerhaft tragfähige Versorgung für die gesamte Region Ostbayern. Dafür müssen jetzt alle Beteiligten an einem Strang ziehen.“

 

und Landtagsabgeordneter Jürgen Eberwein (CSU) :

"Die medizinische Versorgung der Betroffenen darf nicht von zeitlich befristeten Projekten abhängen. Wir brauchen eine klare strukturelle Lösung im System der gesetzlichen Krankenversicherung.“

 

PM Peter Aumer / Wahlkreisbüro Regensburg / TVA Onlineredaktion

 

 

 

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