Do., 02.01.2020 , 08:15 Uhr

In Bayern fehlen rund 300 000 Fachkräfte

Rund 300 000 qualifizierte Arbeitskräfte fehlen derzeit in Bayern. Das geht aus Berechnungen der Industrie- und Handelskammer hervor. Viele Städte, Kommunen und Landkreise im Freistaat können vor allem Stellen in technischen Berufen oder der Pflege immer schwerer besetzen. Mit Berufsmessen, Imagefilmen und durch Anwerbungen aus dem Ausland versuchen sie gegenzusteuern.

Nicht nur ländliche, von Abwanderung betroffene Regionen wie der Bayerische Wald oder Oberfranken leiden unter Engpässen, sondern auch Großstädte. «Einem Überangebot an Geringqualifizierten und Hochqualifizierten steht ein Mangel an Fachkräften gegenüber», beschrieb etwa Wolfgang Nickl vom Münchner Referat für Arbeit und Wirtschaft die Situation in der Landeshauptstadt. Bei der Bundesagentur für Arbeit seien etwa 10 000 offene Stellen in München gemeldet. Viele Erwerbstätige gingen in Rente, zu wenige junge Menschen rückten nach.

dpa

Das könnte Dich auch interessieren

28.08.2026 Arbeitsmarkt in Bayern bleibt angespannt - keine Erholung Die Zahl der Arbeitslosen in Bayern ist im August im Vergleich zum Juli um 16.056 auf 334.081 gestiegen. Vor einem Jahr waren es gut 7.134 Arbeitslose weniger, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote stieg im August demnach um 0,2 Prozentpunkte auf 4,3 Prozent und lag damit 0,1 Prozentpunkte höher 20.08.2026 Suche nach Ausbildungsplatz: Diese Angebote helfen weiter Das neue Ausbildungsjahr beginnt – doch noch nicht alle Jugendlichen haben bereits den passenden Ausbildungsplatz gefunden. Gleichzeitig sind bei vielen Unternehmen in der Oberpfalz und im Landkreis Kelheim noch Ausbildungsstellen frei. Zu diesem Thema haben wir auch mit einem Experten gesprochen:   Wer aktuell noch auf der Suche ist, sollte deshalb nicht aufgeben: Auch kurzfristig 12.08.2026 Spritpreise ziehen kräftig an Die Spritpreise in Deutschland ziehen kräftig an. Vor allem Diesel verteuert sich derzeit deutlich, wie aus Zahlen des ADAC hervorgeht. Doch auch für Benzin müssen die Autofahrer mehr bezahlen. Ein Liter Diesel kostete am Dienstag im bundesweiten Tagesdurchschnitt 2,200 Euro. Das waren 3,8 Cent mehr als noch am Sonntag. Ein Liter E10 kostete 2,125 Euro 07.08.2026 Freistaat lockert finanzielle Zügel für angeschlagene Bauern Die bayerische Staatsregierung hat den Schweinehaltern im Freistaat Entlastungen finanzielle Entlastungen versprochen. «Die Lage der landwirtschaftlichen Betriebe ist ernst – die Schweinehaltung in Bayern steht unter massivem wirtschaftlichem Druck», sagte Finanzminister Albert Füracker (CSU), jahrelang selbst als Vollerwerbs-Landwirt tätig. Konkret sollen im begründeten Einzelfall betroffene Betriebe steuerliche Stundungen erhalten können. Zudem sollen Einkommensteuer-Vorauszahlungen