Do., 25.10.2012 , 14:35 Uhr

Immobilienboom in Regensburg – Droht eine Immobilienblase?

Niedrige Baugeldzinsen, teilweise Renditen von bis zu 5 Prozent, dazu die Finanzkrise in Europa – all das lässt treibt immer mehr Anleger dazu, ihr Geld in Immobilien anzulegen. Mit dem Ergebnis, dass auch in Deutschland eine Immobilienblase droht. Manche Experten warnen bereits davor. Auch in Regensburg sind die Immobilienpreise inzwischen in die Höhe geschossen. In Spitzenlagen werden für den Quadratmeter 5.000 Euro verlangt und auch gezahlt. Bahnt sich womöglich auch in Regensburg eine Immobilienblase an oder ist eine Anlage in Wohnraum weiterhin empfehlenswert?


 

Grundstücke kaufen und vermieten. Dann die Mieten erhöhen, indem man saniert oder viele Häuser darauf baut. So funktioniert Monopoly.
Wird auch in Regensburg momentan Monopoly gespielt? Die derzeit extrem hohen Immobilienpreise erwecken bei vielen diesen Eindruck.
Bestes Beispiel: Das Karmeliten-Hotel am Dachauplatz, das momentan abgerissen wird. Bis zu 5.000 Euro kostet hier der Quadratmeter. Der schnelle Abverkauf hat selbst den Bauträger überrascht.

Prof. Steffen Sebastian, Inhaber des Lehrstuhls für Immobilienfinanzierung an der Universität Regensburg, rät Privatleuten nicht unbedingt dazu ihr Geld in Immobilien anzulegen. Wer nicht mehrere 100.000 Euro hat, sollte sich auf jeden Fall genau überlegen, ob er sich ein eigenes Haus oder eine eigene Wohnung wirklich leisten kann: „Es bleibt eine riskante Investition“. Die Zinsen können irgendwann wieder auf fünf oder sechs Prozent klettern, die Lage kann an Attraktivität verlieren. Wer eine Immobilie erwirbt, legt sich langfristig fest, warnt Sebastian.

Von einer Immobilienblase in Regensburg will der Wissenschaftler aber noch nicht sprechen. Höchstens von der Gefahr einer Immobilienblase.
Genauere Untersuchungen dazu, ob und wann es in Regensburg eine Immobilienblase geben könnte laufen aktuell am Institut für Immobilienwirtschaft. Bis Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres rechnet Prof. Steffen Sebastian mit Ergebnissen.

Mindestens bis dahin wird in Regensburg sicherlich weiter Monopoly gespielt. Wem das echte aber zu riskant ist, kann ja gerne auf das Spiel zurück greifen.
Das Regensburg Monopoly ist erhältlich im „Bruckladerl“ an der Steinernen Brücke (www.bruckladerl.de) .

JK

Das könnte Dich auch interessieren

17.04.2026 Regensburg: Benefizkonzert begeistert Publikum und unterstützt Katastrophenschutz Unter der Leitung von Chefdirigent Philipp Armbruster präsentierte das Orchester ein abwechslungsreiches Programm mit sinfonischer Blasmusik, Musical- und Filmmelodien. Stücke aus bekannten Produktionen sowie moderne Arrangements sorgten für einen kurzweiligen Konzertabend, der bei den Besucherinnen und Besuchern sichtbar gut ankam. Von Leonard Bernsteins „West Side Story“ über bekannte Klänge aus „Star Wars“ von John Williams 16.04.2026 Vier Abgänge: Zwei Torhüter und zwei Stürmer verlassen die Eisbären Tschüss Eisbären: Die Goalies Konrad Fiedler und Cole Danielsmeier und die Angreifer Lukas Krieger und Matěj Leden verabschieden sich von den Eisbären. 16.04.2026 12-jährige Afina-Adel R. aus Regensburg vermisst 16.04.2026 Ostbayern: Bilanz nach Blitzmarathon 2026 Nach 24 Stunden intensiver Geschwindigkeitskontrollen ist der Blitzmarathon 2026 in der Oberpfalz am 16. April um 6 Uhr zu Ende gegangen. Nun hat die Polizei ihre Bilanz vorgestellt. Ziel der Aktion war es, auf die Gefahren von überhöhter Geschwindigkeit aufmerksam zu machen und schwere Verkehrsunfälle langfristig zu reduzieren. Auch in der Oberpfalz: Geschwindigkeit bleibt Unfallursache