Do., 09.07.2015 , 10:29 Uhr

IHK: Studie zu E-Mobilität

Damit die Elektroladesäulen in der Region genutzt werden, muss Mobilität neu gedacht werden, sagt eine IHK-Studie.

Elektromotoren gelten als wichtiger Baustein moderner Mobilitätskonzepte. Fahrzeuge mit Elektroantrieb reduzieren die Abhängigkeit vom Öl, minimieren Emissionen und lassen sich gut in multimodale Verkehrssysteme integrieren. Gemeint ist damit die Nutzung verschiedener Verkehrsmittel bei gleichzeitiger Vernetzung des öffentlichen Verkehrs mit dem Individualverkehr. Wo steht Ostbayern in Sachen Elektromobilität gegenwärtig? Dieser Frage ist die IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim jetzt in einer Studie auf den Grund gegangen. Die IHK hat unter anderem zusammengetragen, welche Firmen und Institute in der Region sich mit der Entwicklung und Herstellung von Elektroautos beschäftigen und das Netz der Ladesäulen transparent gemacht.

Viele Ladesäulen, wenige Autos

Zwar sind in der Oberpfalz und dem Landkreis Kelheim bislang nicht mehr als 300 Elektroautos unterwegs. Gemessen am bundesweiten Vergleich sei das aber gar nicht so schlecht, heißt es. Ein Lob für die Region gibt es in Sachen Lademöglichkeiten: „Wir zählten über 50 öffentlich zugängliche Ladestationen und rund 150 Lademöglichkeiten“, berichtet IHK-Umweltreferent Werner Beck. Er sieht bereits jetzt eine gute Infrastruktur, die bis Ende 2015 noch weiter ausgebaut werden soll. „Die Basis ist da“, lautet die Botschaft der IHK. Jetzt liege es an Kommunen und Unternehmen, ihre Fuhrparks auf Elektro umzurüsten und an den Verbrauchern, ihr Nutzerverhalten zu ändern. „Nur dann kann die E-Mobilität Fahrt aufnehmen“, sagt Beck.

 

Mobilität neu denken

Der Umstieg auf Elektro und Batterie ziehe nicht nur weitreichende Veränderungen in den Fahrzeugen nach sich, er erfordere darüber hinaus eine Neuausrichtung des gesamten Mobilitätssektors. „Das Auto neu denken wird nicht von heute auf morgen gehen“, räumt IHK-Experte Beck ein. Wenn Bürger, Unternehmen und die Wissenschaft einen langen Atem bewiesen, könne die Region von der E-Mobilität künftig profitieren – sowohl in der Wertschöpfung also auch bei der Lebensqualität.

Download der Studie unter www.ihk-regensburg.de/emobilitaet

Foto: Burdack

Pressemitteilung/MF

Das könnte Dich auch interessieren

17.07.2026 Bayern: Niedrigwasser wird zum Problem für Häfen und Güterschifffahrt Die anhaltende Trockenheit sorgt in Bayern für Probleme auf den Wasserstraßen. Besonders auf der Donau können Güterschiffe wegen des Niedrigwassers derzeit deutlich weniger Ladung transportieren. Dadurch müssen Waren teilweise in Häfen zwischengelagert werden.   Donau wird zum Nadelöhr Nach Angaben des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts Donau MDK können manche Güterschiffe mit einer regulären Kapazität von 2.000 09.07.2026 Bayern: Energiepreis für E.ON und BMW E.ON und die BMW Group sind mit dem Bayerischen Energiepreis 2026 in der Kategorie „Innovative Infrastrukturprojekte“ ausgezeichnet worden. Prämiert wurde das gemeinsam entwickelte Vehicle-to-Grid-Angebot (V2G), das Elektroautos erstmals als flexible Energiespeicher in das Energiesystem integriert. Die Auszeichnung wurde am 8. Juli in München von Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger überreicht.   Auszeichnung für marktreife Innovation Mit 09.07.2026 Regensburg: Karriere neben dem Beruf? OTH zeigt neue Wege zur Weiterbildung Das Zentrum für Weiterbildung und Wissensmanagement (ZWW) informiert im Juli in mehreren kostenlosen Online-Veranstaltungen über berufsbegleitende Studiengänge, Hochschulzertifikate und Seminare an der OTH. Außerdem sind für verschiedene Studiengänge noch Bewerbungen zum Studienstart im Sommer und Herbst möglich.   Kostenlose Online-Infoabende im Juli Den Auftakt macht am 14. Juli um 18 Uhr ein Infoabend zum berufsbegleitenden 10.06.2026 Regensburg: 25 Jahre TechBase – Gründerzentrum feiert Jubiläum mit Hubert Aiwanger Regensburg feiert 25 Jahre TechBase: Das Gründerzentrum gilt als wichtiger Motor für die Start-up-Szene in Ostbayern. Beim Jubiläum in Regensburg waren zahlreiche Gäste aus Politik und Wirtschaft dabei – darunter Wirtschaftsreferent Dieter Daminger, der damalige Oberbürgermeister Hans Schaidinger sowie Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger. TechBase als Motor für Start-ups Bei der Jubiläumsveranstaltung betonte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger