Di., 30.05.2023 , 19:16 Uhr

Hunderte Reiter beim Kötztinger Pfingstritt

Hoch zu Ross sind am Pfingstmontag mehrere Hundert Teilnehmer in der Oberpfalz zur traditionellen Männerwallfahrt aufgebrochen.

Beim Kötztinger Pfingstritt machten sie sich in Feiertagstracht auf den Weg von Bad Kötzting (Landkreis Cham) zur etwa sieben Kilometer entfernten Nikolauskirche im Ortsteil Steinbühl. Auch Bayern Wirtschafstminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) und Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) ritten mit. Nach einer Messe und einer Rast kehrten die Reiter auf ihren festlich geschmückten Pferden zurück.

Der Pfingstritt zählt zu den größten Reiterprozessionen Europas und ist eine der ältesten Brauchtumsveranstaltungen in Bayern. Der Tradition gemäß nehmen nur «Männerleut» teil. Frauen sind für das Fest und das Schmücken der Pferde mit Papierrosen zuständig.

Der Pfingstritt hat seinen Ursprung in einer Legende, nach der im Jahr 1412 ein Priester einem Sterbenden die Sakramente bringen wollte – und zwar zu Pferd. Da Räuber am Wege lauerten, schützten ihn mutige Burschen. Nach der glücklichen Rückkehr gelobten die Männer, den Ritt jährlich zu wiederholen. 2015 ist der Pfingstritt in das Bayerische Landesverzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen worden.

dpa

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