Do., 24.08.2023 , 12:50 Uhr

Hopfenbauern erwarten unterdurchschnittliche Ernte

Die deutschen Hopfenpflanzer prognostizieren eine unterdurchschnittliche Ernte für dieses Jahr. Trotzdem gibt es positive Nachrichten: Die Produktionskosten sind gesunken und ein Mangel an deutschem Hopfen für die Brauereien scheint nicht in Sicht.

Die Hopfenbauern in Deutschland blicken mit gemischten Gefühlen auf die Erntesaison. Obwohl die Ernteerwartungen für dieses Jahr unter dem Durchschnitt liegen, gibt es dennoch Grund zur Hoffnung.

Der Verband teilte am Mittwoch mit, dass die erwartete Erntemenge für das Bundesgebiet bei 41.110 Tonnen liegt. Dies ist ein Anstieg von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, liegt jedoch immer noch 10 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt. Ein Grund für die unterdurchschnittliche Ernte ist die anhaltende Trockenperiode im Sommer, die die Entwicklung der Hopfenpflanzen beeinträchtigt hat.

 

 

Weniger, aber gut entwickelte Dolden

Dieses Jahr werden laut Verband „gut ausgebildete Dolden, aber leider zu wenige davon“ geerntet. Um weltweit wettbewerbsfähig zu bleiben, betont der Verband die Bedeutung von trockentoleranten Sorten und Bewässerungssystemen: „Als eines der führenden Hopfenbauländer muss Deutschland hier aufholen.“

 

Ein Sommer der Extreme

Von Mitte Mai bis Ende Juli herrschte in vielen Teilen Deutschlands eine Trockenheit, die die Hopfenpflanzen belastete. Die Niederschläge, die danach einsetzten, konnten jedoch den Hopfen „wieder zu Kräften kommen lassen“. Dies verhinderte eine völlige Missernte in einigen Regionen. Glücklicherweise erforderte die Pflege und der Erhalt der Pflanzengesundheit nur durchschnittlichen Aufwand.

 

Sinkende Produktionskosten bringen Erleichterung

Ein Silberstreifen am Horizont für die Hopfenpflanzer sind die gesunkenen Produktionskosten. Dies sorgt zumindest für eine finanzielle Entlastung in einer ansonsten herausfordernden Saison.

 

 

Verband Deutscher Hopfenpflanzer / dpa / MB

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