Mi., 25.08.2021 , 15:39 Uhr

Hopfenbauern erwarten gute Ernte

Die deutschen Hopfenpflanzer rechnen dieses Jahr mit einer recht guten Ernte: Die Gesamtmenge dürfte mit 47.845 Tonnen etwa zwei Prozent höher ausfallen als im Vorjahr, teilte ihr Verband am Mittwoch im oberbayerischen Wolnzach mit. Trotzdem sind die Auswirkungen der Corona-Pandemie spürbar.

Nach ersten Hinweisen seien gute Alphawerte zu erhoffen, die für den Geschmack und die Qualität wichtig sind. Außerdem sei bereits ein sehr hoher Anteil der deutschen Anbaufläche unter Vertrag, womit «der Verkauf der Hopfen für die deutschen Pflanzer bereits gesichert ist».

Ein Drittel der weltweiten Anbaufläche befindet sich in Deutschland. Hauptanbaugebiet ist mit fast 900 Hopfenbauern die Hallertau südlich von Ingolstadt. Dort erwartete der Verband dieses Jahr eine Ernte von 41 150 Tonnen. Im Elbe-Saale-Winkel dürften es 3059 Tonnen werden, in Tettnang am Bodensee 2884 Tonnen. Weltweit wurden im vergangenen Jahr 182 Milliarden Liter Bier gebraut, 9 Milliarden weniger als im Vorjahr.

Nach einem kühlen Frühjahr habe der Hopfen seine Wachstumsrückstände im Juni und Juli aufgeholt. Dank des Regens sei der Ertragsausfall durch welke Pflanzen geringer, allerdings hätten Pilzkrankheiten gute Bedingungen gehabt. Die Hopfenernte in Deutschland beginnt Ende August.

 

Kontrollen ausländischer Saisonarbeitskräfte

Durch Infoveranstaltungen und Dokumente zum Download, sorgen die Regionalverbände der Hopfenpflanzerorganisationen dafür, dass die Hopfenpflanzer auf dem aktuellsten Stand der gültigen Regelungen zu Hygienekonzepten bei Saisonarbeitskräften sind. Die gute Umsetzung der Vorschriften zeigt sich immer wieder bei Kontrollen der zuständigen Gesundheitsämter. Die Saisonarbeitskräfte konnten in diesem Frühjahr unter Beachtung aller Vorgaben wieder auf dem Landweg einreisen und somit konnten die Betriebe die Frühjahrsarbeiten in diesem Jahr fast in gewohnter Weise durchführen.

 

Neue Hopfenkrankheit als großes Problem

Seit dem ersten Nachweis des CBCVd in der Hallertau im Jahr 2019 wird die Verbreitung dieses Viroids genau untersucht. Auch im Jahr 2021 erfolgte ein risikobasiertes Monitoringprogramm durch die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft LfL, wobei jeder Hopfenpflanzer zusätzlich Proben von auffälligen Pflanzen einreichen konnte. Durch das Monitoringprogramm 2021 konnte festgestellt werden, dass das CBCVd weiterhin nur in den bisher bekannten Befallsregionen auftritt. In den aktuellen Befallsregionen konnten durch das Monitoring jedoch drei weitere betroffene Hopfenbaubetriebe ermittelt werden. Bei den neu entdeckten Betrieben wurden nur punktuell auftretende Infektionen mit CBCVd festgestellt.

 

Ernteschätzung in der Hallertau

Die offizielle Hopfenernteschätzung im Anbaugebiet Hallertau fand am 24. und 25. August 2021 statt. Auf einer Gesamtanbaufläche von 17.122 ha wurde ein Ertrag von 823.000 Ztr. (41.150 t) geschätzt.

 

 

Verband Deutscher Hopfenpflanzer e.V. / dpa / MB

Das könnte Dich auch interessieren

27.03.2026 Kelheim: Sicher in die Motorradsaison – Was Biker jetzt unbedingt beachten müssen Fahrkönnen und körperliche Fitness sind wichtige Grundvoraussetzungen für die Beherrschung des Motorrads. Nach längeren Fahrpausen „verblassen“ diese Fähigkeiten und müssen neu aktiviert werden. In einer Notsituation das Motorrad optimal abzubremsen ist weitaus schwieriger als bei einem Auto. Viele Motorräder haben nach wie vor kein Antiblockiersystem, sodass der Fahrer Vorder- und Hinterradbremse abgestimmt betätigen muss. Aber 25.03.2026 IKEA ruft Kerzen wegen Brandgefahr zurück Der Möbelhändler IKEA ruft die SMÖJTRÄD Lüsterkerzen, duftneutral, 25 Zentimeter, zurück. 18.03.2026 Weniger Verletzte und Tote bei Verkehrsunfällen in Bayern im Januar 2026 Nach vorläufigen Angaben der Polizei wurden im Januar 31.072 Unfälle registriert. Das sind 6,8 Prozent mehr als im Januar 2025. Gleichzeitig sank jedoch die Zahl der Unfälle, bei denen Menschen verletzt oder getötet wurden, deutlich.Weniger Unfälle mit Personenschaden In 2.514 Fällen kamen Personen zu Schaden. Das entspricht einem Rückgang um 12,4 Prozent im Vergleich zum 23.02.2026 Bayern: Steigende Wasserstände – Flüsse und Bäche treten über die Ufer Vor allem in den Regionen rund um den Bayerischen Wald und das Fichtelgebirge treten Flüsse und Bäche teils über die Ufer. Während vielerorts nur Wiesen und Felder betroffen sind, könnten mancherorts auch Keller und Häuser überflutet werden. Noch ist der Höchststand nicht überall erreicht. Der Hochwassernachrichtendienst rechnet jedoch damit, dass die Pegelstände ab Mittwoch wieder