Mi., 12.06.2013 , 16:57 Uhr

Hochwasserkatastrophe: Helfer waren gut organisiert

Sandsäcke füllen, Deiche stabilisieren, Anwohner evakuieren. Mehr als 60 000 Einsatzkräfte haben letzte Woche beim Hochwasser in ganz Bayern mitgeholfen. Der größte Anteil der Helfer waren Feuerwehrleute mit 45 000 Eisatzkräften. An zweiter Stelle kommt das technische Hilfswerk. Aber auch Sanitäts- und Betreuungsdienste wie das Bayerische Rote Kreuz waren sehr aktiv. Zudem kommen noch viele freiwillige Helfer.“Die Arbeit war sehr gut organisiert, im Führungszirkel wurden die Aufgaben verteilt, dann haben die unterschiedlichen Organisationen (THW, Feuerwehr, Rotes Kreuz etc.) diese diszipliniert ausgeführt. Ein rundum gelungener Einsatz. Dafür möchte ich allen Einsatzkräften danken,“ so beschreibt Josef Zenger, der Kreisgeschäftsführer des Bayerischen Roten Kreuzes in Regensburg, den Hochwassereinsatz. Allein in der Stadt Regensburg waren 250 Einsatzkräfte unterwegs. Zehn bis zwölf Stunden haben sie letzte Woche durchgehend gearbeitet. Führungskräfte zum Teil sogar 24 Stunden am Stück.

Am Schmalzweg in Straubing sind gerade zehn freiwillige Helfer dabei, die Sandsackberge abzutragen. Aniko Franke aus Arnschwang ist dafür schon seit halb sieben auf den Beinen. Der Straubinger Schmalzweg ist aber nicht ihr erster Einsatz. „Ich war die letzten Tage auch schon in Fischerdorf (Deggendorf) und Passau. Ich bin einfach hingefahren und habe mitgeholfen“, so die junge Frau. Obwohl sich um die 30 Straubinger für die Aufräumarbeiten angemeldet haben, sind nur zwei tatsächlich gekommen. „Wir brauchen aber jede Hand“, so Hans Meyer, einer der zwei freiwilligen Helfer aus Straubing, „sonst brauchen wir mit dem Abtragen der Sanddämme eine ganze Woche.“ Wer dabei mithelfen möchte, dass im Schmalzweg in Straubing wieder die Normalität einzieht, kann sich entweder bei der Stadt Straubing melden (Bürgertelefon: 9421/971-6313 und -6314). Oder man kommt direkt in den Schmalzweg und hilft mit.

JE

 

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