Di., 11.06.2013 , 17:44 Uhr

Hochwasser: Bauern hat es bös erwischt

Der Starkregen in den letzten Wochen und das Hochwasser haben auch den Bauern stark zugesetzt. Das Bayerische Landwirtschaftsministerium schätzt die Schäden für die Landwirtschaft auf 115 Millionen Euro. Etwa zwei Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche sei laut Landwirtschaftsministerium in Bayern überschwemmt worden. Mit Sofortgeld von bis zu 5000 Euro pro betroffenen Landwirt will das Landwirtschaftministerium den Bauern schnell helfen. Die Bauern in Ostbayern hat es besonders an der Donau und an der Naab schlimm getroffen. Ein Drittel der Gemüsefelder von Landwirt Max Küffner aus Winzer bei Regensburg war zum Beispiel letzte Woche überschwemmt. Die Küffners betreiben einen Hofladen und verkaufen ihr Gemüse in den Supermärkten der Region. Auf zehn Hektar Freilandfläche baut die Familie sämtliche Kohlarten, Fenchel, Sellerie und Karotten an. „Existenzbedrohend war das Hochwasser für uns nicht. Aber wir haben erhebliche Einbußen“, so Max Küffner. Schäden hat auch Landwirt Johann Mayer aus Schirndorf bei Kallmünz: „Bei uns ist es das Gras auf den Wiesen direkt an der Naab, das nicht mehr zu gebrauchen ist. Eigentlich verfüttern wir das Gras an unsere 300 Rindviecher. Mit all dem Schmutz und dem Pilzbefall durch die Überschwemmungen wäre das Gras für die Tiere jetzt aber gesundheitsschädlich“, erzählt der Landwirt und Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes im Landkreis Regensburg. Immerhin könne er das Gras auf der überschwemmten Wiese noch in die Biogasanlage bringen. „Im Vergleich mit den Landwirten in Deggendorf sind die Bauern im Landkreis Regensburg aber noch mit einem blauen Auge davongekommen. „Ställe und Wohnhäuser von Landwirten wurden meines Wissens nicht überschwemmt“, so Mayer.

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