Di., 02.06.2026 , 09:41 Uhr

Hemau: Seniorin verliert fünfstelligen Betrag durch „Russische Callcenter“-Masche

Eine 85-jährige Frau aus Hemau wurde Opfer einer perfiden Betrugsmasche. Die Täter meldeten sich telefonisch in russischer Sprache und brachten die Seniorin dazu, einen niedrigen fünfstelligen Eurobetrag an einen unbekannten Geldabholer zu übergeben. Die Kriminalpolizei Regensburg ermittelt und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.

Betrug am Telefon

Die Frau erhielt am Donnerstagvormittag einen Anruf in russischer Sprache. Zunächst gab sich eine Anruferin als Tochter der Seniorin aus. Sie behauptete, nach einem Unfall dringend Geld für eine Operation zu benötigen.

Anschließend übernahm ein angeblicher Polizist das Gespräch. Er überzeugte die 85-Jährige davon, das Geld an einen Abholer zu übergeben.

Gegen 11.40 Uhr erschien ein bislang unbekannter Mann an der Haustür der Seniorin und nahm den Geldbetrag entgegen. Erst später bemerkte die Frau den Betrug und verständigte die Polizei.

Beschreibung des Geldabholers

Der gesuchte Mann wird wie folgt beschrieben:

Kriminalpolizei sucht Zeugen

Die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg bittet um Hinweise. Wer am Donnerstag, 28. Mai, gegen 11.40 Uhr im Bereich Deglstraße, Otto-Stich-Straße oder Wittelsbacherstraße verdächtige Beobachtungen gemacht hat, soll sich unter der Telefonnummer 0941/506-2888 melden.

Polizei warnt vor neuer Betrugsmasche

Nach Angaben der Polizei häufen sich seit einigen Wochen Fälle, bei denen Betrüger ihre Opfer gezielt in russischer Sprache kontaktieren. Die Täter nutzen dabei bekannte Methoden wie den Enkeltrick oder geben sich als Polizeibeamte aus.

Die Polizei weist darauf hin, dass niemals Bargeld oder Wertgegenstände zur Durchführung von Ermittlungen gefordert werden. Bürger sollten bei solchen Anrufen sofort auflegen, keine persönlichen Informationen preisgeben und kein Geld an unbekannte Personen übergeben.

Für Notfälle empfiehlt die Polizei zudem die Vereinbarung eines persönlichen Codeworts innerhalb der Familie, um echte Hilferufe von Betrugsversuchen unterscheiden zu können.

Polizeipräsidium Oberpfalz / FH

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