Fr., 30.01.2026 , 15:43 Uhr

Hemau: Angriff mit Eisenstangen – Landgericht fällt Urteil nach Mammutprozess

Ungefähr vor einem Jahr ist in Regensburg ein echter Mammutprozess gestartet. Elf Männer standen damals in Regensburg wegen versuchten Mordes vor Gericht. Mittlerweile sind es weniger Angeklagte, die sich noch vor Gericht verantworten müssen. Heute ist ein Urteil gefallen.

Nach einem einjährigen Strafverfahren hat das Landgericht Regensburg fünf Männer wegen eines brutalen Angriffs auf zwei Brüder zu langen Haftstrafen verurteilt. Der Prozess, bei dem ursprünglich elf Beschuldigte auf der Anklagebank saßen, zählte laut Gericht zu den aufwendigsten Hauptverhandlungen der vergangenen Jahre – insgesamt waren 49 Verhandlungstage nötig.

Angriff mit Eisenstangen an Tankstelle

Die Tat ereignete sich im November 2023 auf dem Gelände einer Tankstelle in Hemau im Landkreis Regensburg. Zwei Brüder wurden dort mit Eisenstangen zusammengeschlagen und erlitten lebensgefährliche Kopfverletzungen. Beide Männer gelten seither als arbeitsunfähig. Hintergrund der Gewalttat soll ein Streit am Arbeitsplatz zwischen einem der Angeklagten und einem Bekannten der Opfer gewesen sein.

Kein Mordvorwurf – Schuldsprüche wegen Körperverletzung

Ursprünglich lautete die Anklage auf gemeinschaftlich versuchten Mord. Letztlich verurteilte das Gericht fünf Männer jedoch wegen gefährlicher Körperverletzung.
Drei erwachsene Täter müssen zwischen sechs und sieben Jahren ins Gefängnis. Zwei weitere Angeklagte, die zur Tatzeit noch heranwachsend waren, erhielten Jugendstrafen von fünf beziehungsweise sechseinhalb Jahren.

Freisprüche und mildere Urteile

Vier Männer erhielten kürzere Strafen wegen unterlassener Hilfeleistung, da sie nach Überzeugung des Gerichts nur zugeschaut und nicht selbst zugeschlagen hatten.
Zwei Angeklagte wurden freigesprochen und können nun mit einer Entschädigung rechnen, weil sie zuvor in Untersuchungshaft saßen.
Zuständig war die Jugendkammer, da einige Angeklagte zum Tatzeitpunkt noch nicht volljährig waren.


Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

dpa / MF

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