Do., 04.11.2021 , 14:08 Uhr

Hilfsorganisation Sea-Eye aus Regensburg

Helfer retten 400 Migranten im Mittelmeer

Erneut war die Regensburger Seenotrettungs-Organisation von Sea-Eye an einer Rettungsaktion beteiligt, bei der mehr als 400 Menschen gerettet wurden.

Die deutschen Hilfsorganisationen Sea-Eye und Mission Lifeline haben im zentralen Mittelmeer mehr als 400 Migranten von einem überfüllten Holzboot gerettet. Auf dem Kahn sei durch ein Leck bereits Wasser eingedrungen, teilte die Regensburger Organisation Sea-Eye am Donnerstag mit. Mit dem Schiff «Sea-Eye 4» sollen nun insgesamt mehr als 800 Menschen auf die italienische Insel Lampedusa gebracht werden.

Andernorts hatte die italienische Feuerwehr zusammen mit der Küstenwache rund 70 Migranten von einem Segelboot gerettet. Das Schiff sei in der Nacht zu Donnerstag in der kalabrischen Provinz Crotone im Ionischen Meer an einem Riff gestrandet. Die Migranten und Flüchtlinge legen meistens von den Küsten Nordafrikas zu der gefährlichen Überfahrt ab. Sie wollen die EU erreichen, um Schutz zu suchen oder in der Hoffnung auf ein besseres Leben.

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich bedford Strohm, sagte der Deutschen Presse-Agentur, es sei jetzt dringend nötig, dem völlig überfüllten Rettungsschiff sofort einen sicheren Hafen zuzuweisen. «Ich bitte die Bundesregierung, sich umgehend dafür einzusetzen», appellierte Bedford-Strohm. «Es braucht jetzt Hilfe ohne Wenn und Aber.» Die «Sea Eye 4» wird vom Bündnis «United4Rescue» finanziert, das von der EKD mitgetragen wird.

Bereits am Dienstag hatten die beiden Hilfsorganisationen 325 Menschen gerettet.

 

dpa/JM

Das könnte Dich auch interessieren

29.04.2026 Regensburg: Universität tritt europäischem Netzwerk für nachhaltige Entwicklung bei Die Universität Regensburg (UR) ist seit dem Frühjahr 2026 Mitglied der COPERNICUS Alliance, einem europäischen Hochschulnetzwerk für Bildung für nachhaltige Entwicklung. Mit dem Beitritt will die UR ihre Nachhaltigkeitsaktivitäten weiter stärken, sichtbarer machen und gezielt ausbauen. Internationale Hochschulnetzwerke gelten dabei als Orte des gegenseitigen Lernens und der gemeinsamen Weiterentwicklung. Strategisches Signal für Nachhaltigkeit in Regensburg 29.04.2026 Regensburg: Spurensuche nach Praxis-Einbruch – Polizei bittet um Hinweise In einer Arztpraxis im Regensburger Ostenviertel ist es zwischen Montagabend, 27. April, und Dienstagmorgen, 28. April, zu einem Einbruch gekommen. Eine bislang unbekannte Person verschaffte sich gewaltsam Zutritt zu den Räumen und entwendete Bargeld. Die Kriminalpolizei Regensburg hat die Ermittlungen übernommen. Einbruch über Fenster im Ostenviertel Nach bisherigem Stand der Ermittlungen drang der Täter über 29.04.2026 Regensburg: E-Scooter-Fahrer bei Unfall verletzt - Polizei warnt Am Dienstagmorgen (28.04.2026) ist es im Unterinslinger Weg in Regensburg zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Lastwagen und einem E-Scooter gekommen. Der 38-jährige Fahrer des Scooters wurde dabei leicht verletzt. Unfall beim Abbiegen in die Humboldtstraße Gegen 7:45 Uhr war ein 49-jähriger Lastwagen-Fahrer stadteinwärts auf dem Unterinslinger Weg unterwegs. An der Einmündung zur Humboldtstraße bog er 29.04.2026 Oberpfalz: Polizeipräsidium warnt vor neuer Betrugsmasche „Russische Callcenter“ Das Polizeipräsidium Oberpfalz warnt vor einer neuen Variante des Callcenter-Betrugs. Bei der Masche „Russische Callcenter“ sprechen die Täter gezielt russischsprachige Bürger auf Russisch an. Mit der vertrauten Sprache erschleichen sie sich Vertrauen und drängen ihre Opfer zur Übergabe von Bargeld oder Wertgegenständen. Unter Vortäuschen der klassischen „Unfalllegende“ treten die Täter laut Polizei überwiegend als falsche