Mo., 06.10.2014 , 11:01 Uhr

Heimische Industrie spürt weltweite Krisen

Der IHK-Industrieausschuss war bei der Zollner Elektronik AG in Zandt im Landkreis Cham zu Gast. Von dort aus steuert das hoch spezialisierte Familienunternehmen 17 Standorte in sieben Ländern und liefert Mechatroniksysteme an Global Player wie BMW, Bosch, IBM, Leica, Siemens Phillips oder Zeiss. „In der Branche, in der Foxconn den Titel verteidigt, sind wir die Nummer 15“, berichtete Einkaufsleiter Hans Traurig, der seit 1996 für den Einkauf bei Zollner verantwortlich ist.

Ein wichtiger Tagesordnungspunkt der Sitzung war die konjunkturelle Aussprache der Unternehmer. Eine Reihe von Ausschussmitgliedern kritisierte das neue EEG. Max Olbinger von Gammel Engineering nannte es absurd, dass die Eigenversorgung mit Strom praktisch unrentabel geworden ist. Auch Josef Kallmeier von der Christian Seltmann GmbH in Weiden klagte über die Energiepolitik der Regierung. Nicht unerheblich sei für die Porzellanproduktion auch die Umstellung von russischem Gas auf Nordseegas. Letzteres habe eine völlig andere Zusammensetzung und verursache gelbliche Spuren im Porzellan. Christian Amann von Wolf Heiztechnik nannte die Krise in Osteuropa einen Hemmschuh für die positive wirtschaftliche Entwicklung. Allgemein nehmen die Krisen in der Welt zu. Die Industrieunternehmen in der Region leiden zusätzlich darunter, wenn Auslandsmärkte ins Schwanken geraten.
Die Ausschüsse seien für die IHK-Arbeit elementar, bekräftigte Josef Beimler, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Regensburg und Geschäftsführer des Industrieausschusses. Gemeinsam mit Stephan K. Fischer, dem Vorsitzenden des Ausschusses appellierte er an die Mitglieder, sich mit ihren Herausforderungen einzubringen, um die IHK-Arbeit möglichst passgenau auf die Mitglieder abstimmen zu können. „Für die IHK-Arbeit ist es entscheidend, über die Themen vor Ort informiert zu sein.“

 

 

pm

 

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