Fr., 10.07.2015 , 09:08 Uhr

Handwerk: Gutes Geschäftsklima im zweiten Quartal

Das Geschäftsklima im ostbayerischen Handwerk bewegte sich im 2. Quartal 2015 wieder auf hohem Niveau. Der Index stieg um neun Prozentpunkte auf 35. „Nach einem zuversichtlichen Jahresstart konnte das ostbayerische Handwerk den guten konjunkturellen Trend der letzten drei Monate fortsetzen“, kommentiert Toni Hinterdobler, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz, den aktuellen Konjunkturbericht des ostbayerischen Handwerks. Verantwortlich für den Anstieg des Geschäftsklima-Index seien nahezu alle Gewerbegruppen im Handwerk. Am stärksten sei die Frühjahrsbelebung im Kfz-Gewerbe und im Bauhauptgewerbe ausgefallen. „Wie aus der vierteljährlichen Umfrage unter den niederbayerischen und Oberpfälzer Betrieben hervorging, sind neun von zehn Betrieben mit ihrer aktuellen Geschäftslage ähnlich zufrieden wie im erfolgreichen Vorjahr.“

 

Zuwächse sorgen für hohe Auslastungen und steigende Umsätze

Der Anteil der Betriebe mit steigenden Auftragseingängen ist um fünf Prozentpunkte hochgegangen und liegt so nochmal deutlich höher im Vergleich zum ersten Quartal 2015. Mit 29 Prozent ist das der höchste Wert in den letzten beiden Jahren. So waren 93 Prozent der Betriebe gut oder sehr gut ausgelastet. Im Ausbaugewerbe stieß sogar jeder zweite Betrieb an seine Kapazitätsgrenzen. Jeder dritte Betrieb verzeichnete steigende Umsätze in den Frühjahrsmonaten. Auch die Verkaufspreise entwickelten sich im Gesamthandwerk weiter positiv: 13 Prozent konnten höhere Erlöse erzielen. Auslastungsbedingt berichtete das Handwerk von steigenden Beschäftigtenzahlen. Diese Beschäftigtenimpulse gingen dabei vor allem vom Bauhauptgewerbe aus.

 

Keine Eintrübung in Sicht: Erwartungen fallen weiter optimistisch aus

„Durch die konstanten Auftragsbestände sowie leichte Umsatzsteigerungen bleiben die Handwerker auch für die kommenden drei Monate optimistisch“, erläutert Hinterdobler die Erwartungen der Handwerker. „Im dritten Quartal rechnen die Betriebe jedoch überwiegend mit einer konstanten Beschäftigtenzahl.“ Bei den Auftragseingängen sowie den Umsätzen würden sie von einem ähnlichen Niveau oder auch leichten Steigerungen ausgehen. Gleichzeitig vermute die Mehrzahl der Betriebe steigende Einkaufspreise.

 

Bedingungen für Digitalisierung im Handwerk müssen stimmen

„Durch die positiven Entwicklungen trägt das Handwerk maßgeblich zu einer guten gesamtwirtschaftlichen Konjunktur bei“, stellt Hauptgeschäftsführer Hinterdobler klar. Dazu brauche das Handwerk aber die richtigen Rahmenbedingungen für die Zukunft. „Handwerksbetriebe entwickeln sich weiter und stellen sich unter anderem den Herausforderungen der Digitalisierung.“ Dazu sei eine flächendeckende Versorgung mit schnellem Internet eine Grundvoraussetzung. „Innovative Handwerksunternehmen – auch im ländlichen Raum – müssen bei diesen Zukunftsthemen berücksichtigt werden“, so Hinterdobler.

Pressemeldung/MF

Das könnte Dich auch interessieren

27.02.2026 Bayern: «Stagnation statt Aufschwung» auf dem Arbeitsmarkt Die Zahl der Arbeitslosen in Bayern ist im Februar im Vergleich zum Vormonat zwar um 3.716 auf 341.061 gesunken, dennoch ist das der höchste Stand für einen Februar seit 2010. Das teilte die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mit. Die Arbeitslosenquote liegt bei 4,4 Prozent und bleibt unverändert zur Januar-Quote. Im Februar 2025 23.02.2026 Bayern: Exporte steigen 2025 leicht Bayerns exportabhängige Industrie hat sich im Jahr 2025 trotz schwieriger Bedingungen behauptet. Wie das Statistische Landesamt mitteilte, stiegen die weltweiten Ausfuhren um 0,9 Prozent auf knapp 227 Milliarden Euro. Gleichzeitig legten auch die Importe um 0,9 Prozent auf 229,3 Milliarden Euro zu. Damit bleibt es bei einem – wenn auch vergleichsweise kleinen – Handelsdefizit. Besonders 06.02.2026 Bayern: Mehr Baugenehmigungen – doch die Entspannung bleibt aus Wie das Landesamt für Statistik mitteilt, wurden im Freistaat im Jahr 2025 insgesamt 54.149 Wohnungen genehmigt. Das entspricht einem Plus von 5,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Vom früheren Niveau ist der Wohnungsbau jedoch weiterhin weit entfernt: 2021 lag die Zahl noch bei 80.344 genehmigten Wohnungen. Eine spürbare Entspannung auf dem Wohnungsmarkt ist damit weiterhin nicht 05.02.2026 Konjunkturumfrage: Industrie tastet sich vor, Bau bleibt Sorgenkind Die aktuelle Konjunkturumfrage der IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim zeigt zum Jahresbeginn leichte Aufwärtssignale, jedoch keinen breiten wirtschaftlichen Aufschwung. Grundlage sind die Rückmeldungen von 280 Unternehmen aus der Region. Die Wirtschaftslage stagniert weiterhin, auch wenn sich in einzelnen Branchen vorsichtiger Optimismus bemerkbar macht. Verhaltene Entwicklung in Industrie, Handel und Tourismus „Insgesamt spiegelt unsere Konjunkturumfrage