Di., 18.05.2021 , 13:24 Uhr

Handball: ESV 1927 Regensburg steht vor dem Aufstieg in die 2. Liga

Am kommenden Samstag um 17 Uhr eröffnet der ESV 1927 Regensburg den vierten Spieltag der Aufstiegsrunde zur 2. Handball-Bundesliga. Das Heimspiel gegen den SV Allensbach ist für die Bunker Ladies bereits der letzte Auftritt und die große Chance, einen der beiden Direktaufstiegsplätze zu ergattern. Mit einem Sieg ist der Truppe von Csaba Szücs/Jan Kauer das Ticket in die zweithöchste deutsche Spielklasse vorzeitig sicher, da sich der TV Aldekerk 07 und der MTV Heide im direkten Duell noch gegenseitig die Punkte wegnehmen werden.

Die Pressemitteilung des ESV im Wortlaut:

Gegen Ex-Spitzenreiter Heide haben die Regensburgerinnen beim 32:25-Heimerfolg am vergangenen Samstag nicht nur Nervenstärke bewiesen, sondern gleichzeitig auch den direkten Vergleich gewonnen und die Tabellenführung übernommen. Wenn es den Bunker Ladies gelingt, sieben Tage später an gleicher Stelle das Kunststück zu wiederholen, dann hat die siebte von insgesamt zehn Partien der Aufstiegsrunde bereits die erste Vorentscheidung gebracht,

Dass dies weder einfach noch ein Selbstläufer wird, haben die „Hühner vom Bodensee“ am Samstag mit dem 27:27-Unentschieden gegen Aldekerk, das Team, bei dem der ESV mit 23:24 seine einzige Niederlage quittieren musste, bewiesen. Nach der 25:30-Auftaktniederlage in Heide hatten Viele Allensbach schon abgeschrieben, doch ein Auswärtsspiel mit über 1.000 Kilometer Anreise nach sechsmonatiger Pflichtspielpause ist kein Gradmesser für das Leistungsvermögen, sondern vielmehr ein Abbild der Tagesform unter schwierigen Bedingungen. In eigener Halle dominierte das Team von Trainer Oliver Lebherz Aldekerk lange Zeit, bevor sich der SV in der letzten Sequenz der Begegnung in Überzahl noch den Ausgleichstreffer einfing. Allensbach wird ohne großen Druck seine Chance im Bunker suchen und kann sich mit einem Auswärtserfolg für das finale Spiel gegen den Frankfurter HC selbst einen Matchball besorgen.

Den Gefallen wollen die Regensburgerinnen dem langjährigen Ligarivalen nicht tun, gegen den es in der Vergangenheit viele enge Duelle – meist mit besserem Ausgang für den ESV – gab. Die Bunker Ladies sind vor allem vor den starken Linkshänderinnen der Gäste gewarnt: Nadja Greinert und Julia van Kampen erzielten zusammen 35 der 52 Allensbacher Tore. Greinert ließ ihren elf Treffern aus Heide nun deren 15 gegen Aldekerk folgen. Die SV-Kapitänin ist auch vom Siebenmeterstrich eine Bank und markierte bislang elf ihrer Tore durch Strafwürfe.

Davon hätten die Regensburgerinnen diesmal gerne deutlich weniger gegen sich, denn das Rekordverhältnis von 1:13 Siebenmetern im Heide-Spiel zeigt trotz der ungewöhnlichen und wohl nicht ganz gerechten Verteilung, dass sich das Team defensiv noch steigern kann. Mit einer Abwehrleistung wie in der zweiten Hälfte dürfte es für Allensbach nicht nur schwer werden, erfolgreich abzuschließen: Die daraus resultierenden einfachen Tore aus Ballgewinnen brachten die Entscheidung zu Gunsten des ESV.

Auch wenn das Kräftemessen erneut als Geisterspiel ausgetragen werden muss, wollen die Bunker Ladies an ihre Heimstärke anknüpfen und die Gunst der Stunde nutzen. Die Konstellation, nicht auf die Ergebnisse in anderen Hallen schauen und rechnen zu müssen, sondern alles aus eigener Kraft schaffen zu können, motiviert das Team maximal. Am Montag gab Kreisläuferin Sara Mustafic grünes Licht für einen Einsatz, was die ohnehin schon glänzende Stimmung im Team noch einmal steigerte. Trainer Szücs kann somit aller Voraussicht nach seinen kompletten Kader aufbieten – erstmalig und zu keinem besseren Zeitpunkt. „Wir sind alle heiß, den letzten schwierigen Schritt zu machen“, sagt Trainer Csaba Szücs. Die Mannschaft könnte sich dann mit einem Jahr Verzögerung den Aufstieg in die 2. Handball-Bundesliga zurückholen, den ihr 2020 die Pandemie und ihre wirtschaftlichen Folgen so brutal entrissen hatten.

Der ESV 1927 Regensburg bietet auf seinem YouTube-Kanal „ESV 1927 Handball“ wieder eine aufwendige Live-Übertragung an und hofft angesichts der historischen Chance auf die Zweitliga-Rückkehr nach 17 langen Jahren darauf, die sensationellen Werte der Vorwoche mit insgesamt über 4.500 eingeloggten Endgeräten noch toppen zu können.

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