So., 28.03.2021 , 18:12 Uhr

Handball: Bunkerladies wollen in die zweite Bundesliga

Weiter geht’s! Die Bunkerladies starten im April in die Aufstiegsrunde der 2. Handball-Bundesliga.

 

Am Wochenende 24./25. April beginnt die Aufstiegsrunde für die 2. Handball- Bundesliga der Frauen: Der Drittligist ESV 1927 Regensburg ist eine von bundesweit sechs Mannschaften, die sich um bis zu drei Tickets bewerben. Auftaktgegner in der Südgruppe wird zuhause der SV Allensbach sein, zweiter Gegner der Vorrunde 14 Tage später auswärts die Fortuna Düsseldorf.

Aufgrund des Termindrucks und der Pandemie-Zwänge erachtete der Deutsche Handball- Bund die gerechteste Lösung – jeder aufstiegswillige Verein spielt in Hin- und Rückspiel gegen die fünf Mitbewerber – zu risikoreich. Der neue Modus, der vom Vorstand des DHB entschieden wurde, reduziert die Spieltage auf vier oder – je nach Platzierung – auf acht und verspricht pure Spannung: Die beiden Vorrundengruppen wurden nach regionalen Gesichtspunkten eingeteilt. In der Nord-Gruppe treten der Frankfurter HC (Brandenburg), der MTV 1860 Heide (Schleswig-Holstein) und der TV Aldekerk 07 (Nordrhein-Westfalen) um die bestmögliche Platzierung, in der Süd-Gruppe starten neben den Oberpfälzerinnen der aus der Liga bekannte SV Allensbach (Baden-Württemberg) und SV Fortuna Düsseldorf (Nordrhein- Westfalen).

Jede Mannschaft tritt in einer Einfachrunde – jeweils eine Heim- und eine Auswärtspartie – gegen die beiden Gruppengegner an. Der Erste trifft dann auf den Gruppenzweiten der Parallelgruppe, der Zweite auf den Nord-Ersten. In Hin- und Rückspielen werden dann zwei Direktaufsteiger ermittelt. Die Gruppendritten ermitteln ebenfalls in Hin- und Rückspiel den dritten Teilnehmer der Finalrunde um den dritten Aufstiegsplatz, der von den Verlierern der Überkreuzspiele komplettiert wird. Wie in der Vorrunde wird in einer Einfachrunde der lachende Dritte ausgespielt, der sich dann in Relegationsspielen mit dem Drittletzten der 2. Liga das Aufstiegsticket sichern kann. Alle Begegnungen der Aufstiegsrunde sollen bis zum 12./13. Juni beendet sein.

Im Regensburger Lager ist man sehr zufrieden mit dem Modus, der zwei Chancen zum Aufstieg bietet. Die Freude bei den Bunkerladies war entsprechend groß, schließlich hatte der Corona-

bedingte Aufstiegsverzicht in der Vorsaison sehr geschmerzt. „Jetzt haben wir endlich ein Ziel. Das hat den Mädels einen großen Schub gegeben“, sagt ein erleichterter Trainer Csaba Szücs.

Das letzte Pflichtspiel hatten die Regensburgerinnen am 31. Oktober bestritten. Der 28:17- Auswärtssieg bei der HSG Würm-Mitte war der zweite Derbyerfolg nach dem 31:26- Saisonauftakterfolg in Gröbenzell. Für den guten Start konnte sich der ESV jedoch nichts kaufen, da danach die Drittliga-Saison zunächst monatelang unter- und schließlich abgebrochen wurde.

Nun sehen die Bunkerladies viel Licht am monatelang so coronatrüben Horizont. „Die Mädels sind engagiert bei der Sache, wollen alles für den Aufstieg geben“, ist Szücs sehr zufrieden mit der Einstellung seiner Truppe. In vier Einheiten pro Woche – drei Handballtrainings und einer speziellen Athletikeinheit unter der Leitung von Sportwissenschaftlerin und langjährigen ESV- Spielerin Lavinia Albescu vom Sponsoring-Partner Eckert Schulen bringen sich die Bunkerladies in Wettkampfform. Im Idealfall sollen drei Testspiele dann für den spielerischen Feinschliff sorgen.

Der Aufwand – zu den Trainingseinheiten kommen noch umfangreiche Corona-Testungen und Behandlungen bei den Physiotherapeuten Steffi und Christian Jordache – ist enorm, aber Mannschaft und Vereinsführung sind angesichts der Aufstiegschance entschlossen, den – auch in finanzieller Hinsicht – Kraftakt zu stemmen.

PM/EK

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