Mi., 18.03.2020 , 16:14 Uhr

Grundversorgung trotz Virus: Anlieferbeschränkungen sollen ausgesetzt werden

Zur Eindämmung der Ausbreitung des Corona-Virus hat Ministerpräsident Dr. Markus Söder am 16. März den Katastrophenfall für ganz Bayern ausgerufen. Seit dem heutigen Mittwoch ist der Betrieb von Ladengeschäften untersagt. Von dieser Regelung ausgenommen sind ausdrücklich solche Geschäfte, die der Grundversorgung der Bevölkerung dienen, wie etwa der Lebensmittelhandel oder Apotheken. Die Öffnungszeiten dieser Geschäfte werden werktags sogar bis 22 Uhr verlängert und auf Sonn- und Feiertage bis 18 Uhr ausgeweitet. Etwaige Anlieferbeschränkungen sollen hierfür ausgesetzt werden.

Die Möglichkeit der Verlängerung der Öffnungszeiten soll zu einer Entzerrung der Kundenströme in den Geschäften führen und so das Ansteckungsrisiko reduzieren. Gleichzeitig soll ein möglichst vollständiges Warenangebot auch bei verlängerten Öffnungszeiten garantiert werden, weswegen Anlieferungen auch außerhalb der bislang üblichen Zeiten erforderlich werden können. „Die Versorgung der Bevölkerung darf gerade in der aktuellen Lage nicht gefährdet werden“, verdeutlicht Bauministerin Kerstin Schreyer. „Wir räumen eventuelle Hürden von vorneherein aus dem Weg.“  In vielen Fällen enthalten die Baugenehmigungen betroffener Geschäfte Nebenbestimmungen, die aus Gründen des Immissionsschutzes die Zeiten der Anlieferung beschränken. Zuständig für den Vollzug und die Überwachung der Einhaltung dieser Auflagen sind die unteren Bauaufsichtsbehörden, also die Landratsämter und kreisfreien Städte.

Für Bauministerium Kerstin Schreyer steht der Schutz der Bevölkerung vor Ansteckung und die Gewährleistung der Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs klar im Vordergrund. „Ich habe daher heute die unteren Bauaufsichtsbehörden angewiesen, für die Dauer der derzeitigen Regelung vom Vollzug von Auflagen, die die Lieferzeit beschränken, abzusehen. Die Bürgerinnen und Bürger in Bayern können versichert sein, dass es nicht zu Lieferengpässen aufgrund bürokratischer Vorgaben kommen wird“, so die Ministerin.

Mitteilung Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr

 

Das könnte Dich auch interessieren

29.05.2026 Schwandorf: 100 Tonnen Müll in Flammen – Großeinsatz in Entsorgungsfirma Bei einem Brand auf dem Gelände eines Entsorgungsunternehmens sind am Donnerstagabend zwei Müllbunker mit insgesamt rund 100 Tonnen Holz und Gewerbemüll in Flammen aufgegangen. Rund 100 Feuerwehrkräfte sowie das THW waren im Einsatz. Wegen der starken Rauchentwicklung, die bis nach Teublitz zog, wurde die Bevölkerung über das Warnsystem MOWAS und den Rundfunk informiert. Die Löscharbeiten 29.05.2026 Bayern: Polizei auf Patrouille für Wolf, Luchs und Greifvögel Mit Diensthunden und wachem Blick für vergiftete Köder: Die Polizei in Niederbayern geht in diesem Jahr verstärkt auf Streife – für den Schutz bedrohter Wildtiere. In den Schwerpunktmonaten Juni und Oktober sind Beamtinnen und Beamte unterwegs, um illegale Fallen, Giftköder und verletzte und getötete Tiere zu finden, wie das Polizeipräsidium in Straubing mitteilte. Hintergrund ist 29.05.2026 In Bayern wird weniger getankt Die Menschen in Bayern haben im April deutlich weniger getankt als vor einem Jahr. Darauf deuten vom Landesamt für Statistik erhobene Zahlen zu den Tankstellenumsätzen hin. Diese sind im April im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zwar nominal um 11,6 Prozent gestiegen – bereinigt um die wegen des Iran-Krieges außergewöhnlich hohen Spritpreise aber um 6,7 Prozent gesunken. 29.05.2026 Bayern: Arbeitslosigkeit geht im Mai leicht zurück Die Arbeitslosigkeit im Freistaat ist im Mai leicht zurückgegangen. 313.557 Menschen waren arbeitslos gemeldet, das sind 9.190 weniger als im April. Wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg weiter mitteilte, lag die Arbeitslosenquote im Mai bei 4,0 Prozent, im April waren es 4,1 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen sei «saisonal üblich» zurückgegangen, sagte