Di., 22.03.2022 , 10:06 Uhr

Obduktionsergebnis und weitere Erkenntnisse

Grünthal: Neues zum Toten bei Polizeieinsatz

Bei einem Polizeieinsatz am Sonntagabend in Grünthal, einem Ortsteil von Wenzenbach, starb ein Mann bei der Festnahme. Ein Polizist wurde verletzt. Um die Todesursache zu klären, wurde der Leichnam obduziert. Jetzt gibt es ein erstes Ergebnis und neue Erkenntnisse zum Fall.

Am Sonntagabend wollten Polizisten im Wenzenbacher Ortsteil Grünthal einen Tatverdächtigen festnehmen. Dabei wurde der Mann – nach ersten Erkenntnissen – bewusstlos und starb vor Ort. 

Die Staatsanwaltschaft Regensburg ließ den Leichnam obduzieren. Dabei konnte keine eindeutige Todesursache festgestellt werden.

 

Bei dem Verstorbenen handelt es sich um einen 31-jährigen Deutschen aus Regensburg. Er soll zwischen Brandlberg und Grünthal einen 28-jährigen Mann mit einer Eisenstange angegriffen und am Kopf getroffen haben. Deshalb war die Polizei ausgerückt.

 

Obduktionsergebnis

Am Montagnachmittag wurde der Leichnam obduziert. Das Ergebnis liegt inzwischen vor: Es konnte keine eindeutige Todesursache festgestellt werden. Außerdem konnte ein Herzinfarkt und Tod durch Ersticken ausgeschlossen werden.

Abgesehen von Haltespuren an den Armen des Verstorbenen ergaben sich auch keine Hinweise auf intensive Gewalteinwirkung.

 

 

Untersuchungen wegen Medikamenten und Drogen laufen

Derzeit wird durch chemisch-toxikologische und feingewebliche Untersuchungen überprüft, ob der Verstorbene möglicherweise unter Medikamenten- und/oder Betäubungsmitteleinfluss stand.

Beides könnte nach Aussage des Instituts für Rechtsmedizin Erlangen in Kombination mit dem Umstand, dass der Verstorbene auf dem Bauch lag, zum Tode geführt haben.

Die beauftragten Untersuchungen dienen der Feststellung der konkreten Todesursache. Zudem wurden die Vorermittlungen auf die medizinische Vorgeschichte des Verstorbenen erstreckt.

Mit einem Ergebnis der beauftragten Untersuchungen ist erst in mehreren Wochen zu rechnen.

Gegen die eingesetzten Polizeibeamten/innen besteht weiterhin kein konkreter Tatverdacht einer Straftat. Die laufenden Vorermittlungen werden fortgesetzt.

 

 

Staatsanwaltschaft Regensburg / MB

 

Unser Bericht zum Fall

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