Do., 02.07.2020 , 10:37 Uhr

Gründungen in Bayern rückläufig

Die Zahl der Gründungen in Bayern ist rückläufig. Von 2017 bis 2019 wurden im Freistaat im Jahresschnitt 121 Unternehmen pro 10 000 Erwerbsfähigen gegründet, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Gründungsmonitor der Förderbank KfW hervorgeht. Das sind fünf weniger als im Zeitraum 2016 bis 2018 und der vierte Rückgang in Folge. Im bundesweiten Vergleich liegt Bayern mit seiner Gründerquote auf dem vierten Platz hinter Berlin (198 pro 10 000 Erwerbsfähigen), Brandenburg (155) und Hamburg (122).

Zahlen für einzelne Jahre nennt die KfW auf Ebene der Bundesländer nicht, wohl aber für ganz Deutschland. So stiegen die Gründungen 2019 bundesweit erstmals seit fünf Jahren wieder – auf 117 pro 10 000 Erwerbsfähigen. Der Drei-Jahres-Durchschnitt für Deutschland liegt bei 111.

Die Zahl wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Eine starke Industrie mit großen Unternehmen kann sie beispielsweise dämpfen, weil ein relevanter Teil der Gründungen aus Mangel an Jobalternativen geschieht. In Ballungsräumen ist die Gründungstätigkeit dagegen typischerweise höher. Auch eine starke IT-Szene wirkt sich meist positiv auf die Gründungsquoten aus. Niedrige Kaufkraft oder eine alte Bevölkerung wiederum dämpfen.

dpa

Das könnte Dich auch interessieren

13.04.2026 Bayern: Freistaat baut Öl-Partnerschaft mit Kasachstan weiter aus Bayern will künftig mehr Rohöl aus Kasachstan importieren. Hintergrund sind die angespannte Lage auf dem Weltmarkt und Lieferprobleme an der Straße von Hormus. Ein neues Abkommen soll die Energiesicherheit des Freistaats langfristig stärken. Bei einem Besuch in der kasachischen Hauptstadt Astana sprach Bayerns Europaminister Eric Beißwenger (CSU) von einem wichtigen Schritt für die Versorgungssicherheit. „Das 27.02.2026 Bayern: «Stagnation statt Aufschwung» auf dem Arbeitsmarkt Die Zahl der Arbeitslosen in Bayern ist im Februar im Vergleich zum Vormonat zwar um 3.716 auf 341.061 gesunken, dennoch ist das der höchste Stand für einen Februar seit 2010. Das teilte die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mit. Die Arbeitslosenquote liegt bei 4,4 Prozent und bleibt unverändert zur Januar-Quote. Im Februar 2025 23.02.2026 Bayern: Exporte steigen 2025 leicht Bayerns exportabhängige Industrie hat sich im Jahr 2025 trotz schwieriger Bedingungen behauptet. Wie das Statistische Landesamt mitteilte, stiegen die weltweiten Ausfuhren um 0,9 Prozent auf knapp 227 Milliarden Euro. Gleichzeitig legten auch die Importe um 0,9 Prozent auf 229,3 Milliarden Euro zu. Damit bleibt es bei einem – wenn auch vergleichsweise kleinen – Handelsdefizit. Besonders 06.02.2026 Bayern: Mehr Baugenehmigungen – doch die Entspannung bleibt aus Wie das Landesamt für Statistik mitteilt, wurden im Freistaat im Jahr 2025 insgesamt 54.149 Wohnungen genehmigt. Das entspricht einem Plus von 5,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Vom früheren Niveau ist der Wohnungsbau jedoch weiterhin weit entfernt: 2021 lag die Zahl noch bei 80.344 genehmigten Wohnungen. Eine spürbare Entspannung auf dem Wohnungsmarkt ist damit weiterhin nicht