Sa., 21.03.2026 , 10:26 Uhr

Gründergeist aus dem Landkreis Cham überzeugt: Marchl Metering gewinnt Gründerwettbewerb

Das junge Unternehmen Marchl Metering aus dem Innovations- und Gründerzentrum Roding hat beim BayStartUP-Wettbewerb Nordbayern 2026 unter über 100 Teilnehmenden den ersten Platz erreicht – als erstes Startup aus dem Landkreis Cham überhaupt.

Landrat Franz Löffler gratulierte Geschäftsführer Julian Marchl und seinem Team zu dieser Leistung. „Gründer sind das Salz in der Suppe, wenn es um die wirtschaftliche Entwicklung einer Region geht“, betonte er die Bedeutung von neuen Ideen und wirtschaftlichem Mut für die Zukunft des Landkreises Cham.

Der Landrat unterstrich, dass es „viele gute junge Unternehmer in der Region gibt, die in ihrer Gründungsphase gut zurechtkommen und sich am Markt etablieren“. Das Beispiel Marchl Metering zeige, wie das gelingen kann.

„Der Landkreis schafft dafür mit seinen Gründerzentren beste Voraussetzungen, auch im digitalen Bereich“,

sagt Löffler und verweist auf die starke und technikaffine Gründerszene im Landkreis. So setzte sich das Team aus dem Landkreis bei der Preisverleihung am 12. März in Nürnberg gegen zahlreiche Teams aus den urbanen Gründungszentren an Hochschulstandorten durch. Von den 128 Teilnehmern kamen 29 Teams aus der Oberpfalz.

Am Ende wurden zehn Startups prämiert, darunter als einziges aus der Oberpfalz das Team aus Roding. „Innovation und Spitzentechnologie findet längst bei uns im ländlichen Raum statt“, sieht Landrat Franz Löffler die Zukunftsfähigkeit und Attraktivität der Region erneut bestätigt.

 

Innovation aus dem Landkreis Cham

Die Gewinner-Idee: Stromzählern das „Reden“ beibringen. Intelligente Stromzähler, sogenannte „Smart Meter“, kennen viele bereits aus ihren eigenen Zählerschränken. Es werden in Zukunft noch deutlich mehr werden, denn deren Einbau ist gesetzlich vorgeschrieben. Doch wirklich „smart“ ist ein Stromzähler erst dann, wenn er zuverlässig kommunizieren kann. Genau hier setzen die jungen Gründer an.

Die Marchl Metering GmbH löst ein Problem, über das viele Stadtwerke bisher stolpern: Die Messdaten werden gebündelt und kabellos zu einem zentralen Punkt übertragen, von wo aus sie sicher über das Smart-Meter-Gateway ins Internet gelangen.

„Damit bieten wir eine zukunftssichere Lösung für die Digitalisierung der Energieinfrastruktur“,

erklärt Julian Marchl.

Was auf den ersten Blick einfach wirkt, ist technisch hochkomplex. Der Schutz vor Cyberangriffen spielt eine zentrale Rolle – sowohl für die Stromversorgung insgesamt als auch für die sichere Übermittlung der privaten Verbrauchsdaten. Das junge Startup hat dafür mehrere Patente in der Prüfung und stellt sich derzeit einer strengen technischen Zertifizierung durch eine Bundesbehörde.

Neben der Sicherheit nennt Marchl auch einen direkten finanziellen Nutzen für Stromkunden und Stadtwerke: „Unsere Technologie ermöglicht dynamische Stromtarife und stabilisiert das Netz – ohne zusätzliche Investitionen.“ Denn nur wer weiß, wie viel Strom wann benötigt wird und wie viel gerade verfügbar ist, kann einen bisher statischen Markt beleben.

 

Wie der Landkreis Cham Gründer stärkt

Der Wettbewerb in Nürnberg gilt als Sprungbrett für technologieorientierte Gründungen. Neben Preisgeldern bietet er wertvolles Expertenfeedback, Workshops, Coachings und Kontakte zu Investorinnen und Investoren. „Es war eine interessante Erfahrung und zeigt, wo man bereits steht“, sagt Marchl.

Der Erfolg von Marchl Metering kommt nicht aus dem Nichts. Der Landkreis Cham fördert seit Jahren gezielt junge Unternehmen. Neben den drei Innovations- und Gründerzentren Roding, Waldmünchen und Furth im Wald besteht seit 2017 das Digitale Gründerzentrum am Technologie Campus Cham. Je nach Bedarf finden Gründer flexible Büro- und Gewerbeflächen, modern ausgestattet und kostengünstig. Wichtiger noch sind Ansprechpartner, Netzwerke und Beratungsangebote. All das trägt dazu bei, dass sich junge Unternehmen in der Region erfolgreich entwickeln können.

Der Sieg von Marchl Metering macht sichtbar, dass der Landkreis ein guter Ort für neue Ideen, mutige Gründerinnen und Gründer und Unternehmen mit Zukunftsambitionen ist. Landrat Löffler bringt es auf den Punkt:

„Wenn ein junges Unternehmen aus unserem Landkreis einen landesweit anerkannten Wettbewerb gewinnt, ist das ein starkes Signal.“

Es beweise, dass die Region innovationsfähig ist. Und er beweise, dass sich Engagement, Mut und gute Rahmenbedingungen auszahlen.

Weitere Informationen zu den Gründerzentren und zu allen kostenlosen Angeboten gibt es unter: www.igz-cham.de

 

Mitteilung Landratsamt Cham

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