Do., 17.07.2025 , 15:18 Uhr

Großrazzia gegen Kinderpornografie: Polizei durchsucht 17 Verdächtige in Niederbayern

Eine Großrazzia hat es heute in Niederbayern gegeben. Dabei wurden auch vier Objekte im Landkreis Kelheim durchsucht. Im Visier der Ermittler: 17 Tatverdächtige im Alter von 15 bis 80 Jahren, darunter eine Frau. Sie sollen sich kinderpornografisches Material besorgt beziehungsweise über Messenger-Dienste verbreitet haben.

Großangelegte Durchsuchungsaktion in Niederbayern

Am Donnerstag durchsuchten Ermittler der Kriminalpolizeiinspektion Landshut im Rahmen einer umfangreichen Aktion zahlreiche Wohnungen in den Landkreisen Landshut, Dingolfing-Landau und Kelheim. Über 30 Beamte waren unter Leitung der Kripo Landshut im Einsatz. Unterstützt wurde die Maßnahme von Vertretern der Staatsanwaltschaft Landshut – auch ein spezieller Datenträgerspürhund kam zum Einsatz.

17 Tatverdächtige im Fokus der Ermittlungen

Die Aktion ist das Ergebnis monatelanger Ermittlungen. Im Visier der Kriminalbeamten stehen 16 Männer und eine Jugendliche im Alter zwischen 15 und 80 Jahren. Sie sollen kinderpornografisches Material besessen und über Messenger-Dienste verbreitet haben. Nach aktuellem Stand ereigneten sich die Taten zwischen 2020 und Anfang 2025. Die Verdächtigen stehen nicht in Verbindung zueinander, sondern handelten unabhängig voneinander.

Beweismittel sichergestellt

Bei der Durchsuchung wurden zahlreiche digitale Geräte als Beweismittel sichergestellt: darunter elf Mobiltelefone, zwei Tablets, mehrere Notebooks und PCs sowie über 50 weitere Speichermedien. Diese werden nun ausgewertet.

Internetanonymität schützt nicht vor Strafverfolgung

Die Ermittlungsbehörden betonen: Die Durchsuchungsaktion zeigt erneut, dass vermeintliche Anonymität im Netz kein Schutz vor Strafverfolgung ist. Soziale Netzwerke und Messenger-Dienste werden zunehmend auch zum Austausch strafbarer Inhalte genutzt. Der Besitz und die Verbreitung kinderpornografischer Inhalte ist eine schwere Straftat – und kann mit einem einzigen Klick beginnen. Die Polizei geht konsequent gegen diese Delikte vor, um Täter zu identifizieren und zur Verantwortung zu ziehen.

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PP Niederbayern / JM

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