Fr., 30.10.2015 , 10:21 Uhr

Großangelegte Schwerpunktaktion zur Bekämpfung der Einbruchskriminalität der Polizei

Am Freitag (23.10.) und Donnerstag (29.10.) fanden im gesamten Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberpfalz besondere mobile und stationäre Kontrolleinsätze statt. Der Schwerpunkt lag dabei auf der Bekämpfung des Wohnungseinbruchdiebstahls. Die beiden Aktionstage waren Teil bayernweiter Kontrollaktionen gegen Diebesbanden und reisende Straftäter. Auch die praktische Umsetzung der Kooperationsvereinbarung zur Bekämpfung der Wohnungseinbruchskriminalität zwischen Bayern und Baden-Württemberg gehörten dazu.

Eine Analyse der vergangenen zehn Jahre zeigt, dass im Jahr 2014 in der Oberpfalz 548 Wohnungseinbrüche verübt wurden und damit die meisten der vergangenen Dekade. Seit dem Jahr 2009 ist ein zwar zum Teil moderater, jedoch kontinuierlicher Anstieg der Fallzahlen festzustellen. Eine aktuelle Auswertung zeigt, dass sich die Zahl der Wohnungseinbruchdiebstähle auch in diesem Jahr auf hohem Niveau bewegt.

Um dieses Kriminalitätsphänomen, aber auch die Einbruchskriminalität in gewerbliche Objekte sowie die Kraftfahrzeug- und Betäubungsmittelkriminalität  effektiv und nachhaltig zu bekämpfen, waren sowohl an beiden Tagen eine Vielzahl von Beamtinnen und Beamten eingesetzt.

Flächendeckend führten sie u. a. stationäre und mobile Kontrollen an Ausfallstraßen, internationalen Verkehrswegen, Raststätten und Tankanlagen durch. Im Grenzbereich wurden auch die Ausweichstrecken sowie Busse und Züge in die Kontrollen mit einbezogen. Zudem legten die Beamten ein Augenmerk auf Wohn- und Industriegebiete in Autobahnnähe oder mit sonst günstiger Verkehrsanbindung.

Das Polizeipräsidium zog folgende Bilanz:

Ein 29-jähriger Tscheche führte 1,63 Gramm Marihuana mit sich, ein 30-jähriger Pole hatte 1,85 g Marihuana bei sich, sein 28-jähriger Landsmann war im Besitz von 4,85 Gramm Haschisch. Gegen die drei wird wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz ermittelt.

Ein 24-jähriger Slowake war im Besitz eines Springmessers, ein 33-jähriger Pole hatte einen Schlagring dabei. Die beiden Männer erwarten Strafanzeigen wegen Verstößen gegen das Waffengesetz.

Ein 32-jähriger Ukrainer konnte keinen gültigen Reisepass vorweisen. Zur weiteren Sachbearbeitung wurde er der Bundespolizei übergeben.

In die Kontrollstelle fuhr auch ein tschechisches Filmteam, das von Dreharbeiten aus Deutschland in die Tschechische Republik zurückreisen wollte. Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass der 52-jährige Fahrer lediglich im Besitz einer vorläufigen Fahrerlaubnis war, deren Gültigkeit am 17.10.2015 abgelaufen war. Gegen ihn wird nun wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis ermittelt. Nach einem Fahrerwechsel konnten sie ihre Heimreise fortsetzen.

Kurz vor Beendigung der Großkontrolle überprüften die Beamten einen 5er,BMW mit deutscher Zulassung, der mit zwei Männern besetzt war. Einer der Männer, ein 30 Jahre alter Rumäne, wies sich mit einer totalgefälschten rumänischen Identitätskarte aus. Bei der Überprüfung seines 38-jährigen Landsmannes stellte sich heraus, dass gegen diesen ein Haftbefehl wegen Parkautomatenaufbruchs vorlag. Zudem fanden die Beamten im Fahrzeug eine ungewöhnlich große Menge Münzgeld. Das Duo wurde festgenommen, das Fahrzeug sichergestellt. Die weiteren Ermittlungen müssen nun ergeben, ob den Männern weitere Straftaten zur Last gelegt werden können.

 

PM/LS

Das könnte Dich auch interessieren

22.10.2026 Niederbayern: Vermehrte Anrufe von Telefonbetrügern im Bereich Passau, Landshut und Straubing Seit heute Mittag verzeichnet die Einsatzzentrale des PP Niederbayern insbesondere im Raum Passau, Landshut und Straubing sog. „Schockanrufe“. Es ist nicht auszuschließen, dass weitere Teile Niederbayerns im Laufe des Tages von den Anrufen betroffen sein könnten. Mit „Schockanrufen“ versuchen sie die Angerufenen zur Herausgabe von Bargeld und Wertsachen zu bringen. Sie geben z. B. unter 20.10.2026 Bayern: Vorsicht bei diesen Anrufen – Betrüger geben sich als Klinikpersonal aus Die Bayerische Krankenhausgesellschaft (BKG) und das Bayerische Landeskriminalamt (BLKA) warnen vor betrügerischen Schockanrufen. Kriminelle geben sich am Telefon als Klinikmitarbeiter aus und behaupten, ein Angehöriger sei schwer verletzt oder lebensbedrohlich erkrankt. Für eine angeblich notwendige Behandlung fordern sie hohe Geldsummen. Betrüger setzen Opfer unter Druck Die Anrufer nutzen gezielt Angst und Zeitdruck, um ihre Opfer 20.10.2026 Berg bei Neumarkt: Vier Fußballfans in Auto angegriffen und ausgeraubt – Kriminalpolizei sucht Zeugen Am Samstagnachmittag wurden in Berg bei Neumarkt vier Fußballfans in ihrem Auto angegriffen und ausgeraubt. Die Kriminalpolizei Regensburg ermittelt unter anderem wegen des Verdachts eines räuberischen Angriffs auf Kraftfahrer und bittet um Zeugenhinweise.   Angriff an der Kreuzung Wie das Polizeipräsidium Oberpfalz bestätigt, handelt es sich bei den angegriffenen und ausgeraubten Fans um Anhänger des 20.10.2026 Bruck: 37-Jähriger verletzt bei Kontrolle in der Nittenauer Straße zwei Polizeibeamte Bei einer Kontrolle auf einem Supermarktparkplatz in der Nittenauer Straße in Bruck sind am Montag, 19.10.2026, zwei Polizeibeamte verletzt worden. Gegen einen 37-Jährigen wird unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Notruf bei der Rettungsleitstelle Amberg Am Montag, 19.10.2026, gegen 14:20 Uhr, ging bei der Integrierten Rettungsleitstelle Amberg ein Notruf ein. Eine Zeugin schilderte, dass ihr