Di., 19.12.2017 , 12:10 Uhr

Grenzgebiet: Crystal Meth als Mutprobe?

Jugendliche, die im Grenzgebiet zu Tschechien wohnen, sind der Polizei zufolge besonders gefährdet, Crystal Meth auszuprobieren. Das Methamphetamin wird in tschechischen Drogenküchen hergestellt, auf den grenznahen sogenannten Asienmärkten verkauft und von dort nach Deutschland geschmuggelt. Neugierde und Gruppendruck lasse Jugendliche über die Grenze fahren und Crystal Meth kaufen, sagte ein Sprecher der Polizei in Regensburg. Das sei jugendlicher Leichtsinn, bisweilen auch Mutproben. 

In Schulen sei deswegen der Präventionsberater der Polizei unterwegs. Gerade Fotos von langjährigen Crystal Meth-Konsumenten, die deren körperlichen Verfall zeigen, sollen die Schüler abschrecken. «Die große Masse der Jugendlichen ist aber durchaus in der Lage, «Nein» zu sagen», sagte der Polizeisprecher.

Crystal Meth gilt als hochgefährliche Droge, die schnell abhängig macht. Seit Jahren überschwemmt das Gift Bayern. Früher habe es eher Kleindealer gegeben, sagte der Polizeisprecher. Inzwischen würden bei weniger Schmuggelfahrten umso größere Drogenmengen transportiert. Das Crystal Meth werde dann auch direkt nach München oder Nürnberg weiterverbreitet. Die Oberpfalz sei eine Transitzone geworden.

Die Schmuggler ließen sich immer neue Wege einfallen, um die Drogen über die Grenze zu schaffen. Immer häufiger nutzten sie Fernbusse, das Fahrrad oder die Bahn. «Unsere Fahnder müssen genauso findig sein wie die Schmuggler.»

Foto: Symbolbild

dpa/MF

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