Mo., 05.01.2015 , 11:22 Uhr

Glimpfliche Unfallbilanz nach Schneefall

Oberpfalz

Am Samstag, den 03.01.2015, kam es ab den Abendstunden im gesamten Bereich der Oberpfalz zu größeren Verkehrsbehinderungen. Die starken Schneefälle sorgten teilweise für spiegelglatte Fahrbahnen.
Das Polizeipräsidium Oberpfalz registrierte eine erhöhte Anzahl von Verkehrsunfälle. Im Zeitraum von 16.00 – 24.00 Uhr ereigneten sich in der gesamten Oberpfalz insgesamt 40 Verkehrsunfälle, von denen die meisten eine witterungsbedingte Ursache hatten. Glücklicherweise hatten die meisten Unfälle lediglich einen Blechschaden zur Folge. Eine Vielzahl von Fahrzeugen landete mitunter in Straßengräben oder blieben an Leitplanken hängen.
Anders verhielt es sich bei einem Verkehrsunfall auf der B85 bei Bruck i.d.OPf./Lkrs. Schwandorf. Ein 51-jähriger Verkehrsteilnehmer kam gegen 21.00 Uhr mit seinem Pkw auf schneebedeckter Fahrbahn ins Rutschen und stieß gegen den Pkw einer entgegenkommenden 34-jährigen Frau. Die Frau wurde leicht verletzt und kam mit dem Krankenwagen in ein Krankenhaus. Ihre 3 mitfahrenden Kinder (4, 7, und 9 Jahre) blieben unverletzt.
Des weiteren befuhr ein 56-jähriger Verkehrsteilnehmer um 21.25 Uhr die B14 von Schnaittenbach Richtung Wernberg-Köblitz/Lkrs. Schwandorf, als er in einer Rechtskurve bei schneebedeckter Fahrbahn die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor und im Graben landete. Sowohl der Fahrer als auch seine Beifahrerin wurden leicht verletzt. Beide Personen wurden mit dem Krankenwagen in ein Krankenhaus eingeliefert.
Ansonsten gab es in etwa 30 Verkehrsbehinderungen. Hauptsächlich waren es hier an Steigungen hängengebliebene Lkws sowie über Fahrbahnen liegende Bäume, die aufgrund erhöhter Schneelast umgestürzt waren.
In einigen Fällen musste aber auch festgestellt werden, dass Fahrzeuge unzureichend bereift oder sogar noch mit Sommerreifen ausgestattet waren.
Ab Mitternacht beruhigte sich das Geschehen auf den Straßen.

Niederbayern

Nach starken Schneefällen ereigneten sich ab Samstagnachmittag zahlreiche Verkehrsunfälle, die in den meisten Fällen glimpflich verliefen.

Wie durch etliche Warnungen des Deutschen Wetterdienstes prognostiziert, setzte am Samstagnachmittag heftiger Schneefall ein, der sich von Nordwesten her kommend nach Südosten ausbreitete und flächendeckend ganz Niederbayern erfasste.

In der Folge kam es zu winterlichen und widrigen Straßenverhältnissen, die zwangsläufig zu einem erhöhtem Unfallaufkommen führten.

Im Zeitraum von Samstag, 15.00 Uhr bis Sonntag, 08.00 Uhr, passierten in ganz Niederbayern 79 Verkehrsunfälle, bei denen es bei 70 bei Blechschäden blieb. Darunter war ein hoher Anteil Alleinbeteiligter, die bei Rutschpartien im Graben landeten oder deren Fahrten an diversen baulichen Einrichtungen – von der Straßenlaterne bis zu Gebäudewänden – abrupt endeten. Einige Autofahrer entfernten sich unerlaubt vom Unfallort, nachdem sie gegen geparkte Fahrzeuge gefahren sind und diese dadurch leicht beschädigten.

Bei neun Unfällen wurden insgesamt 10 Personen verletzt, von denen sieben mit leichten bis mittleren Verletzungen in Krankenhäuser eingeliefert wurden.

Auf einer Kreisstraße bei Falkenberg kam ein 75-jähriger Autofahrer auf schneeglatter Fahrbahn nach rechts ab und schleuderte gegen mehrere Bäume. Hinzugekommene Zeugen verständigten die Polizei, da der unverletzte Verunfallte erkennbar alkoholisiert war. Nach entsprechend positivem Alkotest, wurde von den aufnehmenden Beamten der PI Eggenfelden eine Blutentnahme angeordnet und der Führerschein des Betroffenen beschlagnahmt. Nachdem der ältere Herr im weiteren Verlauf der Sachbearbeitung mehrmals Suizidabsichten äußerte, musste er schließlich in ein Bezirksklinikum eingewiesen werden.

Neben dem Unfallgeschehen wurden bei der Einsatzzentrale noch viele Verkehrsbehinderungen und -gefahren, großteils durch – unter der nassen Schneelast – umgestürzte Bäume gemeldet. Daher waren nicht nur die Winterdienste im Dauereinsatz, sondern auch die Feuerwehr hatte alle Hände voll zu tun.

Die in den vorliegenden Unwetterwarnungen zusätzlich angekündigten Sturmböen, insbesondere in den Hochlagen des Bayer. Waldes, richteten nach bisherigen Erkenntnissen keine Schäden an.

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